Rheinmetall verabschiedete sich am Freitag mit einem Gesamtwochenminus von gut 4 % aus den Sitzungen der zurückliegenden Woche. Die Aktie ist im Abwärtstrend, wie die technische Indikation auf Basis des sogenannten GD100 noch immer zeigt.

Der GD100 gehört zu den meistbeachteten Trendindikatoren im täglichen Handel. Handelssysteme berechnen diesen Durchschnitt aus den Schlusskursen der letzten 100 Handelstage. In der aktuellen Konstellation ergibt sich daraus eine Distanz von über 80 Euro zwischen Marktpreis und Durchschnittslinie. D.h., dass vor allem auch Algorithmen sicher noch nicht auf der Käuferseite stehen, wenn sie sich an den Vorgaben dieser technischen Analyse orientieren.

Rheinmetall: Das übersehen die Märkte geflissentlich

Neben der technischen Situation beobachten viele Marktteilnehmer einen Termin im Unternehmenskalender. Am 11 März will Rheinmetall neue Quartalszahlen veröffentlichen. Solche Veröffentlichungen erscheinen üblicherweise gleichzeitig auf mehreren Finanzplattformen. Am Wochenende jedoch sehen wir bis dahin noch keine überbordenden Hinweise auf diesen Termin.

Insofern steht anzunehmen, dass die Analysten hier noch immer nicht die Brisanz des Themas sehen. Am 11.3. wird die Rheinmetall sicher zu den Prognosen für das laufende, vielleicht auch für die dann darüberhinausgehenden Jahre abstecken. Die Düsseldorfer dürfen eigenen Angaben nach bezogen auf das Jahr 2024 bis zum Jahr 2030 mit einer Verfünffachung des eigenen Umsatzes rechnen.

Da die Margen in der Produktion stimmen, wird hier auch der Gewinn mittel- und langfristig weiterhin steigen. Dies wiederum dürften die Börsen dafür nutzen, dass die Aktie langfristig gewinnt. Analysten sehen denn auch aktuell Kursziele bei ca. 2.120 Euro (so der Durchschnitt). Es wäre erstaunlich, wenn am 11. März nicht klar wird, dass dies auch wirtschaftliche Hintergründe hat, die durchaus ernst zu nehmen sind.