Rheinmetall: JPMorgan bestätigt 2.130-Euro-Ziel

Trotz Rekordaufträgen und starkem Umsatzwachstum notiert die Aktie deutlich unter dem Jahreshoch. JPMorgan bewertet die aktuelle Korrektur als attraktive Einstiegsgelegenheit.

Rheinmetall Aktie
Kurz & knapp:
  • Analyst bestätigt Overweight-Rating mit Kursziel 2.130 Euro
  • Umsatz 2025 um 29 Prozent auf knapp zehn Milliarden Euro gesteigert
  • Auftragsbestand erreicht 63,8 Milliarden Euro
  • Quartalszahlen und Hauptversammlung im Mai im Fokus

Rekordaufträge, Umsatzwachstum im Eiltempo — und trotzdem liegt die Rheinmetall-Aktie rund 31 Prozent unter ihrem Jahreshoch. JPMorgan sieht genau darin eine Chance.

Analyst David Perry bekräftigte am Mittwoch sein „Overweight“-Votum mit einem Kursziel von 2.130 Euro. Die Kurskorrektur seit Oktober 2025 habe eine attraktiv bewertete Einstiegssituation geschaffen. Anlegersorgen rund um einen Ukraine-Waffenstillstand, Umsetzungsrisiken und den wachsenden Drohneneinsatz seien zwar berechtigt — aber übertrieben gewichtet. Perry erwartet für 2027 einen deutschen Wehretat mit rund 21 Prozent Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Das wäre ein handfester Rückenwind für den Konzern.

Starke Zahlen, schwacher Kurs

Die operative Lage spricht für sich. Rheinmetall steigerte den Umsatz 2025 um 29 Prozent auf knapp zehn Milliarden Euro. Der Auftragsbestand liegt bei 63,8 Milliarden Euro. Für 2026 plant der Konzern ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent — auf 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro. Bemerkenswert: 91 Prozent dieses Ziels sind bereits durch bestehende Aufträge gedeckt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rheinmetall?

Der Kurs erzählt eine andere Geschichte. Die Aktie notiert aktuell bei 1.367 Euro — nur knapp über dem gestrigen 52-Wochen-Tief von 1.340 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier fast 15 Prozent verloren. Alle gleitenden Durchschnitte liegen deutlich über dem aktuellen Niveau.

Kapazitäten wachsen, Kapital ist gebunden

Rheinmetall baut seine Produktionskapazitäten massiv aus. Im Hamburger Blohm+Voss-Werk hat die Serienproduktion des unbemannten Überwasserschiffs Kraken K3 Scout begonnen. Die anfängliche Jahreskapazität liegt bei 200 Einheiten — skalierbar auf 1.000.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rheinmetall?

Der Ausbau hat seinen Preis. Der Konzern hält kritische Güter im Wert von rund acht Milliarden Euro auf Lager. Das belastet Working Capital und Cashflow spürbar.

Zwei Termine im Mai

Am 7. Mai legt Rheinmetall die Zahlen für das erste Quartal vor. Marktbeobachter werden vor allem auf Margenentwicklung und Auftragseingang schauen. Die operative Marge soll 2026 auf rund 19 Prozent steigen — ob das Quartal diesen Pfad bestätigt, entscheidet mit über die Richtung der nächsten Wochen.

Am 12. Mai folgt die ordentliche Hauptversammlung. Dort steht auch die Dividende auf der Tagesordnung: Nach 11,50 Euro je Aktie für 2025 erwarten Analysten für das laufende Jahr 15,40 Euro.

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 29. April liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Rheinmetall

Rheinmetall Jahresrendite