Ein neuer Supercomputer-Deal mit HPE und die erste Analysten-Coverage von Benchmark treffen an diesem Montag aufeinander — und zeichnen ein gespaltenes Bild. Während Rigetti operativ einen weiteren Meilenstein verbucht, warnt ein Bewertungsmodell gleichzeitig vor deutlicher Überbewertung der Aktie.
TangleLab: Neue Kooperation mit HPE und Pittsburgh
Rigetti liefert ein 9-Qubit-Novera-Quantensystem an das Pittsburgh Supercomputing Center. Dort entsteht mit „TangleLab“ ein hybrider Quanten-Klassik-Supercomputer, finanziert über ein Stipendium der National Science Foundation in Höhe von 5 Millionen Dollar. Das Projekt baut auf der bestehenden Zusammenarbeit mit HPE auf, die quantengestützte Hochleistungsrechner-Systeme kommerzialisieren soll.
Der Baubeginn am neuen Rechenzentrum der PSC ist für den 1. September 2026 vorgesehen, der Vollbetrieb soll 2027 folgen. Forscher und Studierende sollen über ein Bewerbungsverfahren Zugang zur Rechenzeit erhalten, inklusive Schulungen für Einsteiger. Für Rigetti ist es ein weiterer Baustein im Aufbau von Referenzprojekten mit öffentlichen Institutionen — nach der jüngsten Förderzusage des US-Handelsministeriums über bis zu 100 Millionen Dollar ein weiteres Zeichen dafür, dass staatliche Stellen auf die Technologie des Unternehmens setzen.
Analysten zwischen Kaufempfehlung und Warnsignal
Parallel dazu startete Benchmark die Coverage von Rigetti mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 25 Dollar — ein Aufschlag von 64 Prozent gegenüber dem zuletzt genannten Kurs von 15,24 Dollar. Ein Bewertungsmodell von InvestingPro kommt jedoch zu einem gegenteiligen Schluss: Der faire Wert der Aktie liege bei lediglich 8,34 Dollar, deutlich unter dem aktuellen Niveau.
Die Kursziele am Markt insgesamt liegen zwischen 20 und 40 Dollar. Cantor Fitzgerald und Needham bestätigten zuletzt ihre Kaufempfehlungen mit Zielen von 30 beziehungsweise 31 Dollar. Bemerkenswert bleibt das Missverhältnis zwischen Marktkapitalisierung und Geschäftsvolumen: Bei einem Börsenwert von 4,7 Milliarden Dollar stehen gerade einmal 10 Millionen Dollar Umsatz der vergangenen zwölf Monate gegenüber.
Benchmark begründet den optimistischen Blick mit wachsender technologischer Reife der Branche auf dem Weg zur sogenannten Quantum Advantage — dem Punkt, an dem Quantencomputer klassische Systeme bei praktischen Problemen übertreffen. Die Analysten empfehlen Anlegern in dieser frühen Phase einen breiten Portfolio-Ansatz über mehrere Quantencomputing-Werte hinweg, da noch kein klarer Marktführer feststehe.
Die Spanne der Einschätzungen — von der Überbewertungswarnung bei 8,34 Dollar bis zum Kaufziel bei 40 Dollar — zeigt, wie unterschiedlich Wall Street das Verhältnis von technologischem Fortschritt und aktuellem Umsatz bewertet. Der TangleLab-Baubeginn im September und der geplante Vollbetrieb 2027 liefern in den kommenden Monaten konkrete Meilensteine, an denen sich diese Einschätzungen messen lassen.
Rigetti-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rigetti-Analyse vom 27. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Rigetti-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rigetti-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rigetti: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

