Rigetti Computing wächst rasant, während die Börse mit Skepsis reagiert. Der Quanten-Spezialist verdreifachte seinen Umsatz im ersten Quartal nahezu. Am Freitag rutschte der Aktienkurs dennoch ab. Anleger gewichten technologische Hürden derzeit schwerer als das reine Umsatzwachstum.
Fortschritte in der Cloud-Anbindung
Das Unternehmen stellt sein System Cepheus-1 mit 108 Qubits nun auf breiter Basis bereit. Kunden nutzen die Hardware über Amazon Braket oder Microsoft Azure Quantum. Dieser Schritt macht die Technologie erstmals für eine globale Nutzerschaft zugänglich.
Die Strategie spiegelt sich direkt in der Bilanz wider. Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2026 auf 4,40 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum generierte Rigetti lediglich 1,47 Millionen Dollar.
Hohe Liquidität bei starkem Cash-Burn
Rigetti verfügt über ein finanzielles Polster von rund 570 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen ist aktuell schuldenfrei. Im gleichen Schritt erwartet die Firma Fördergelder aus dem US-CHIPS-Act in Höhe von 100 Millionen Dollar.
Allerdings verbraucht der Betrieb enorme Summen. Im ersten Quartal flossen rund 20 Millionen Dollar ab. Marktbeobachter vermissen zudem neue kommerzielle Verträge, welche die Dynamik des Vorjahres bestätigen könnten.
Kursdruck nimmt zu
An der Börse gerät das Papier zunehmend unter Druck. Am Freitag fiel die Aktie um 3,44 Prozent auf 14,48 Euro. Damit belaufen sich die Verluste seit Jahresbeginn auf rund 28 Prozent.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 48,36 Euro ist Rigetti weit entfernt. Der Kurs liegt aktuell etwa 70 Prozent unter diesem Wert. Der Relative-Stärke-Index (RSI) markiert mit 37,7 Punkten ein niedriges Niveau.
Rigetti steht nun vor der Herausforderung, die technische Skalierbarkeit unter Beweis zu stellen. Die Verzögerungen bei der Verbesserung der Rechengenauigkeit bleiben ein Risiko für die Bewertung. Neue Abschlüsse im Privatsektor sind notwendig, um die Abhängigkeit von staatlichen Fördergeldern zu verringern.
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