Citigroup hat heute sein Kursziel für Rio Tinto von 7.000 auf 7.200 britische Pence angehoben — und hält gleichzeitig an seiner „Neutral“-Einschätzung fest. Das klingt zunächst widersprüchlich, macht aber Sinn, wenn man den Kontext betrachtet: Der Kurs notiert mit rund 7.327 Pence bereits über dem neuen Ziel.
Strukturelles Defizit im Kupfermarkt
Der eigentlich interessante Teil der heutigen Analyse ist nicht die Kurszielanpassung selbst, sondern der Hintergrund, vor dem sie stattfindet. Citigroup veröffentlichte gleichzeitig eine Marktanalyse, die ab 2026 ein strukturelles Kupferdefizit von rund 150.000 Tonnen prognostiziert.
Die Ursache liegt in einer wachsenden Lücke zwischen Angebot und Nachfrage. Die Minenproduktion soll 2026 zwar um etwa 2,3 Prozent zulegen, die raffinierte Produktion jedoch nur um 0,9 Prozent. Bis 2030 wird die globale Kupfernachfrage auf über 30 Millionen Tonnen geschätzt — bestehende und geplante Projekte decken bis 2035 voraussichtlich nur rund 70 Prozent davon ab.
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Vorsicht trotz Rückenwind
Für Rio Tinto als diversifizierten Bergbaukonzern mit einer Marktkapitalisierung von rund 119 Milliarden Pfund stellt die drohende Kupferknappheit potenziell einen Rückenwind dar. Analysten bleiben beim aktuellen Kursniveau dennoch zurückhaltend: Der Konsens aus fünf Analysten lautet mehrheitlich „Hold“, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 6.130 Pence — deutlich unter dem aktuellen Kurs.
Hinzu kommen geopolitische Risiken rund um die Straße von Hormuz sowie regulatorische Veränderungen in Indonesien, wo die Benchmark-Preise für Nickelerz zuletzt angehoben wurden. Beide Faktoren könnten die Betriebskosten großer Bergbauunternehmen belasten.
Die Aktie hat sich seit ihrem 52-Wochen-Tief bei rund 48,63 Euro mehr als verdoppelt und notiert aktuell auf einem neuen 52-Wochen-Hoch. Das spiegelt bereits einen Teil der positiven Erwartungen wider — und erklärt, warum Analysten trotz verbesserter Fundamentalaussichten vorerst auf der Seitenlinie bleiben.
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