Rio Tinto Aktie: Lithium-Strategie nimmt Form an

Rio Tinto treibt seine Lithium-Strategie mit Projekten in Kanada und Argentinien voran und sichert sich eine milliardenschwere Finanzierung sowie eine Kooperation mit Batterieriese CATL.

Rio Tinto Aktie
Kurz & knapp:
  • Baufortschritt in Kanada trotz vorübergehend verlangsamter Arbeiten
  • Erste kommerzielle Lieferung aus argentinischem Rincon-Projekt
  • Finanzierungspaket von 1,175 Milliarden US-Dollar gesichert
  • Strategische Partnerschaft mit Batteriehersteller CATL vereinbart

Rio Tinto baut sein Lithium-Geschäft auf zwei Kontinenten gleichzeitig aus — und verknüpft es mit einem der größten Batteriekonzerne der Welt. Die strategischen Weichen werden gerade gestellt, auch wenn an einem der zentralen Projekte vorübergehend das Tempo gedrosselt wird.

Nemaska: Baupause mit Plan

Im kanadischen Québec hat Rio Tinto die Bauarbeiten an der Nemaska-Lithiumhydroxid-Anlage in Bécancour bewusst verlangsamt. Hintergrund sind gestiegene Kosten sowie der Wunsch, das Projekt-Know-how beider Partner — Rio Tinto hält 53,9 %, die Provinzregierung Québecs 46,1 % — besser zu bündeln. Die Ingenieurarbeiten sind abgeschlossen, der Bau zu mehr als 70 % fertiggestellt. Am grundsätzlichen Zeitplan erwartet Rio Tinto keine wesentlichen Änderungen. Für 2026 sind weiterhin Investitionen von über 300 Millionen US-Dollar geplant.

Parallel prüft das Unternehmen, ob das Whabouchi-Vorkommen oder das Galaxy-Hartgesteinsprojekt in der James Bay die bessere Spodumen-Versorgung für Bécancour darstellt. Das Ergebnis dieser Evaluierung wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.

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Rincon liefert, CATL kooperiert

In Argentinien ist Rio Tinto bereits weiter. Das Rincon-Projekt in der Provinz Salta hat seine erste kommerzielle Lieferung von Lithiumcarbonat abgesetzt. Für den weiteren Ausbau sicherte sich Rio Tinto ein Finanzierungspaket von 1,175 Milliarden US-Dollar — bereitgestellt von IFC, IDB Invest, Export Finance Australia und der Japan Bank for International Cooperation. Das Gesamtprojektvolumen beläuft sich auf 2,5 Milliarden US-Dollar, die angestrebte Jahreskapazität auf rund 60.000 Tonnen batterietaugliches Lithiumcarbonat.

Ergänzt wird die Lithium-Strategie durch eine Kooperation mit CATL. Die beiden Unternehmen unterzeichneten ein Memorandum of Understanding, das unter anderem die Elektrifizierung des Bergbaubetriebs, gemeinsame Lieferketten und Kreislaufwirtschaft umfasst. CATL soll dabei seine Batterietechnologie und Systemintegrationskompetenz einbringen, um Rio Tintos Dekarbonisierungsziele zu unterstützen.

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Solide Basis für den Umbau

Das finanzielle Fundament für diese Investitionen ist stabil. Im Geschäftsjahr 2025 stieg das bereinigte EBITDA um 9 % auf 25,4 Milliarden US-Dollar, der operative Cashflow erreichte 16,8 Milliarden US-Dollar. Die ordentliche Dividende von 6,5 Milliarden US-Dollar entspricht einer Ausschüttungsquote von 60 % — zum zehnten Mal in Folge am oberen Ende der Zielspanne. Unter langfristigen Konsenspreisen schätzt Rio Tinto, dass das EBITDA bis 2030 um 40 bis 50 % steigen könnte, getrieben vor allem durch 20 % Wachstum im Kupfergeschäft und sinkende Kosten.

Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 5,75 % zugelegt, notiert aktuell jedoch knapp 7 % unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt — ein Hinweis darauf, dass der kurzfristige Gegenwind noch nicht vollständig abgeklungen ist.

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