Die Aktie des Bergbau-Giganten Rio Tinto stand in der vergangenen Handelswoche unter Druck, doch der Grund hierfür liegt weniger in operativen Problemen als in technischen Faktoren. Während der Kurs nachgibt, zündet der Konzern im Hintergrund die nächste Stufe seiner Wachstumsstrategie. Mit der überraschenden Wiederbelebung eines totgesagten Projekts in Südafrika und einem massiven Infrastruktur-Deal in Australien richtet das Management den Blick konsequent auf langfristige Versorgungssicherheit.
Dividendenabschlag drückt den Kurs
Der Blick auf die jüngste Kursentwicklung erfordert Kontext: Mit einem Wochenverlust von 7,71 Prozent wirkt das Chartbild auf den ersten Blick trübe. Hauptverantwortlich hierfür ist jedoch der Ex-Dividenden-Handel seit dem 6. März 2026. Anleger, die jetzt einsteigen, haben keinen Anspruch mehr auf die Schlussdividende von 2,54 US-Dollar, was zu einem automatischen, rein rechnerischen Kursrückgang führt.
Fundamental steht das Unternehmen auf einem soliden Fundament. Die kürzlich vorgelegten Jahreszahlen für 2025 zeigen einen Umsatzanstieg auf 57,6 Milliarden US-Dollar und ein bereinigtes EBITDA von 25,4 Milliarden US-Dollar. Trotz volatiler Rohstoffmärkte hält Rio Tinto an seiner grosszügigen Ausschüttungspolitik fest und zahlt erneut 60 Prozent der Gewinne an die Aktionäre aus.
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Offensive in Australien und Südafrika
Abseits der Finanzdaten schafft Rio Tinto Fakten in der Infrastruktur. In Australien investiert der Konzern rund 772 Millionen US-Dollar (1,1 Milliarden AUD) in ein Joint Venture mit der Regierung von Westaustralien. Ziel ist der Bau einer Meerwasserentsalzungsanlage in der Pilbara-Region. Dieser Schritt ist strategisch essenziell: Er sichert die Wasserversorgung für die profitablen Eisenerzminen des Unternehmens, nachdem die Region jahrelang unter unterdurchschnittlichen Regenfällen und sinkenden Grundwasserpegeln litt.
Noch bemerkenswerter ist die Kehrtwende in Südafrika. Nach sechs Jahren Stillstand wagt Rio Tinto den Neustart des „Zulti South“-Projekts. 473 Millionen US-Dollar fließen in das Vorhaben, das einst wegen massiver Sicherheitsbedenken, Brandstiftung und gewaltsamer Ausschreitungen gestoppt wurde. Mit dem geplanten Baustart im ersten Quartal 2026 sichert sich das Unternehmen langfristig den Zugriff auf wichtige Rohstoffe für die Titandioxid-Produktion. Analysten werten diesen Schritt als mutiges Signal, auch wenn der Markt für Mineralsande aktuell noch durch ein Überangebot belastet ist.
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Fokus auf Kupfer und Effizienz
Übergeordnet treibt CEO Simon Trott den Umbau des „Big Miner“ voran. Der Fokus verschiebt sich zunehmend vom reinen Eisenerzgeschäft hin zu Kupfer – dem Schlüsselmetall für die Elektrifizierung und Energiewende. Während die Produktion in der riesigen Oyu Tolgoi Mine in der Mongolei hochfährt, plant das Management, durch Verkäufe und Effizienzsteigerungen bis zu 10 Milliarden US-Dollar freizusetzen. Das Portfolio wird gestrafft: Alles, was nicht Eisen, Kupfer, Aluminium oder Lithium ist, steht auf dem Prüfstand.
Rio Tinto geht mit einem klaren Fahrplan in das zweite Quartal 2026: Die Investitionsausgaben bleiben zwar vorerst hoch, sollen aber ab 2028 unter die Marke von 10 Milliarden US-Dollar sinken. Die Kombination aus der Sicherung kritischer Infrastruktur und dem strategischen Schwenk hin zu „grünen“ Metallen positioniert den Konzern robust, sofern die Erholung der Weltwirtschaft – und damit die Rohstoffnachfrage – weiter Tritt fasst.
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