Der E-Autobauer Rivian hat am Donnerstagabend seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die Anleger sind begeistert. Die Aktie schoss im vorbörslichen Handel um über 21 Prozent nach oben auf 16,96 Dollar. Nach Monaten im Sinkflug, in denen das Papier seit Jahresbeginn fast 30 Prozent eingebüßt hatte, kommt nun frischer Wind auf.
Der bereinigte Verlust je Aktie fiel mit 0,70 Dollar geringer aus als die von Analysten erwarteten 0,71 Dollar. Beim Umsatz übertraf Rivian mit 1,29 Milliarden Dollar die Prognose von 1,27 Milliarden Dollar. Doch die eigentliche Überraschung steckt in den Jahreszielen: Für 2026 plant das Unternehmen mit 62.000 bis 67.000 ausgelieferten Fahrzeugen – ein Wachstumssprung von bis zu 59 Prozent gegenüber 2025.
R2 als Game-Changer
Das neue Mittelklasse-SUV R2 soll die Wende bringen. CEO RJ Scaringe zeigte sich überzeugt: „Der R2 ist ein außergewöhnliches Fahrzeug, möglicherweise das beste elektrische Allround-Fahrzeug, das ich je gefahren bin“, so ein Tester. Die ersten Produktionsfahrzeuge liefen Mitte Januar vom Band. Ab dem zweiten Quartal 2026 beginnen die Kundenauslieferungen, zunächst mit einer Schicht, gegen Jahresende soll eine zweite folgen.
Die Resonanz der Medien auf die Vorserienfahrzeuge war durchweg positiv. Das Fahrzeug startet bei 45.000 Dollar und bietet in der Launch Edition einen Dual-Motor-Allradantrieb mit über 650 PS und mehr als 480 Kilometer Reichweite. Weitere Details zu Ausstattungsvarianten und Preisen will Rivian am 12. März präsentieren – dann können Vorbesteller auch ihre Fahrzeuge konfigurieren.
Profitabilität in Sichtweite
Besonders bemerkenswert: 2025 war das erste volle Jahr, in dem Rivian einen positiven Bruttogewinn erzielte. Im vierten Quartal lag die Bruttomarge bei 9 Prozent, der Bruttogewinn bei 120 Millionen Dollar. Die Kosten pro Fahrzeug sanken auf 92.000 Dollar – ein Rückgang von 4.000 Dollar gegenüber dem Vorquartal.
CFO Claire McDonough kündigte an, dass sowohl der R2 als auch das gesamte Automobilsegment bis Ende 2026 profitabel sein sollen. Die Herausforderung: Der Hochlauf der R2-Produktion wird im zweiten und dritten Quartal vorübergehend auf die Marge drücken. Erst im Schlussquartal erwartet Rivian den vollen positiven Effekt.
Das Segment Software und Services glänzte erneut mit 447 Millionen Dollar Umsatz und 179 Millionen Dollar Bruttogewinn. Rund 60 Prozent davon stammen aus dem Joint Venture mit Volkswagen. Für 2026 rechnet Rivian hier mit einem Wachstum von etwa 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr – bei Margen im mittleren 30-Prozent-Bereich.
Mit 6,1 Milliarden Dollar Barmitteln zum Jahresende und weiteren 2 Milliarden Dollar aus dem VW-Joint Venture im Laufe von 2026 ist die Finanzierung gesichert. Die Investitionen von 1,95 bis 2,05 Milliarden Dollar fließen vor allem in die R2-Produktion und den Aufbau des neuen Werks in Georgia.
Der Markt honoriert die Fortschritte: Nach dem verheerenden Start ins Jahr 2026 mit knapp 30 Prozent Minus scheint die Talsohle durchschritten. Ob die Rally Bestand hat, hängt nun von der erfolgreichen Umsetzung der ehrgeizigen R2-Pläne ab.
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