Rocket Lab plant den Sprung in eine neue Liga. Der Raumfahrt-Spezialist übernimmt Iridium Communications für acht Milliarden US-Dollar. Parallel dazu trennt sich Gründer Peter Beck von Aktienpaketen in Millionenhöhe.
Expansion durch Milliarden-Zukauf
Der Zukauf soll Rocket Lab zu einem vertikal integrierten Infrastruktur-Anbieter machen. Für 54 US-Dollar je Aktie will das Unternehmen Iridium schlucken. Finanziert wird der Deal teilweise durch einen Brückenkredit über 3,6 Milliarden US-Dollar.
Deutsche Bank und Wells Fargo stellen die Mittel bereit. Mit der Übernahme erhält Rocket Lab Zugriff auf 66 Satelliten und rund 2,6 Millionen Kunden. Die Vereinbarung umfasst den Zugang zum wichtigen L-Band-Spektrum. Der Abschluss der Transaktion ist für Mitte 2027 geplant.
Insider-Verkäufe und operative Erfolge
Anleger reagierten jedoch nervös auf Verkäufe aus der Chefetage. CEO Peter Beck veräußerte zwischen dem 6. und 8. Juli über drei Millionen Anteile. Die Transaktionen spülten rund 286 Millionen US-Dollar in seinen Familientrust.
Diese Verkäufe erfolgten automatisiert über einen vorab festgelegten Handelsplan. Der Aktienkurs geriet unter Druck und verlor binnen einer Woche rund 17 Prozent. Operativ meldet Rocket Lab hingegen Erfolge. Das Unternehmen schloss kürzlich eine Mission für die U.S. Space Force ab.
Der Electron-Start erfolgte keine 17 Stunden nach der Benachrichtigung. Damit übertraf Rocket Lab die technischen Anforderungen des Militärs deutlich. Nun blicken Analysten auf das nächste große Ziel. Die Premiere der Neutron-Rakete steht noch für Ende 2026 an. Die Investmentbank Morgan Stanley sieht langfristiges Potenzial und hob das Bullen-Szenario auf 293 US-Dollar.
Technische Lage und Ausblick
Aktuell notiert das Papier bei 83,35 US-Dollar. Damit liegt der Kurs deutlich unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von rund 107 US-Dollar. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt derzeit bei 108,70 US-Dollar.
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