Rocket Lab hat sich in zwölf Monaten vervierfacht. Jetzt kämpft die Aktie darum, nach einem heftigen Rücksetzer wieder Boden zu gewinnen — und ein struktureller Wandel im Geschäftsmodell gibt Rückenwind.
Vom Trägerraketen-Anbieter zum Raumfahrt-Konzern
Lange galt Rocket Lab als indirektes SpaceX-Investment. Wer an der privaten Bewertung von Elon Musks Konzern nicht teilhaben konnte, kaufte stattdessen Rocket Lab. Diese Rolle ist zunehmend überholt.
Das Unternehmen hat sich neu erfunden. Das Segment Space Systems — Satellitenbau und Komponenten — macht heute rund 68 Prozent des Umsatzes aus. Margen und Skalierbarkeit sind dort deutlich besser als im klassischen Raketengeschäft. Rocket Lab ist kein Nischenanbieter mehr. Es ist ein Infrastrukturkonzern für die Raumfahrt.
Rekordumsatz und ein Auftragspolster von 2,2 Milliarden Dollar
Die Zahlen belegen den Wandel. Im jüngsten Quartal überschritt Rocket Lab erstmals die 200-Millionen-Dollar-Marke beim Umsatz — konkret 200,3 Millionen Dollar, ein Plus von 63,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Der Auftragsbestand kletterte auf 2,2 Milliarden Dollar. Drei Verträge prägen dieses Polster besonders:
- 816 Millionen Dollar für Tranche-3-Satelliten der Space Development Agency
- 90 Millionen Dollar für das Heimdall-SDA-Überwachungsprogramm
- 18 Electron-Starts für Synspective bis 2030
Das ist kein kurzfristiger Auftragsschub. Es ist Planungssicherheit für Jahre.
Nasdaq-100-Aufnahme als nächster Katalysator
Die Aktie notiert aktuell bei 96,10 Euro — ein Tagesplus von 2,78 Prozent. Seit dem 52-Wochen-Hoch von 133,80 Euro Ende Mai fehlen noch rund 28 Prozent. Der RSI von 49 zeigt weder Überkauf noch Überverkauf. Die Lage ist neutral, die Richtung offen.
Was sich abzeichnet: Die bevorstehende Aufnahme in den Nasdaq-100 dürfte passive Kapitalzuflüsse auslösen. Index-Fonds müssen die Aktie kaufen — unabhängig von Kursmeinungen. Das Management nennt den Schritt einen Meilenstein. Für Indexinvestoren ist er schlicht Pflicht.
Mittelfristig hängt viel an der Neutron-Rakete. Die Mittelklasse-Trägerrakete soll Rocket Lab in den Markt für nationale Sicherheitsmissionen und große Satellitenkonstellation bringen. Launch Services steuern derzeit nur rund 32 Prozent zum Quartalsumsatz bei. Gelingt Neutron, verschiebt sich diese Gleichung erheblich — und das adressierbare Marktvolumen wächst sprunghaft.
Rocket Lab-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rocket Lab-Analyse vom 18. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Rocket Lab-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rocket Lab-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rocket Lab: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

