Die Rocket Lab-Aktie steht nach ihrer imposanten Rally von über 260 Prozent binnen Jahresfrist nun im Kreuzfeuer unterschiedlicher Analystenmeinungen. Während Morgan Stanley am 14. Januar 2026 mit einem Upgrade auf „Overweight“ und einem Kursziel von 105 US-Dollar nachlegt, zieht KeyBanc Capital Markets gleichzeitig die Reißleine und stuft auf „Sector Weight“ herab. Der Titel notiert aktuell bei rund 91 US-Dollar – nahe seinem 52-Wochen-Hoch von 92,46 US-Dollar.
Die Bullen: Warum Morgan Stanley zulegt
Morgan Stanley sieht in Rocket Lab ein „strategisch wichtiges, facettenreiches Raumfahrtunternehmen mit glaubwürdigen langfristigen Wachstumsoptionen“. Als Hauptargument führt die Investmentbank die erfolgreiche Ausführung wiederholbarer Raketenstarts sowie den glaubwürdigen Weg in einen kapazitätsbeschränkten Medium-Lift-Markt an.
Besonders der 816-Millionen-Dollar-Vertrag mit der Space Development Agency (SDA) für die Tranche-3-Tracking-Layer-Satelliten, der im Dezember 2025 gesichert wurde, überzeugt die Analysten. Dieser Auftrag – der größte in der Unternehmensgeschichte – zeigt laut Morgan Stanley die Fähigkeit, sich gegen etablierte Verteidigungskonzerne durchzusetzen. Zudem könnte er die Tür für künftige Aufträge im Rahmen des Golden-Dome-Programms öffnen.
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Die Bären: KeyBanc sieht Luft raus
Doch genau hier setzt die Kritik von KeyBanc an. Die Analysten argumentieren, dass die wesentlichen Wachstumskatalysatoren der vergangenen 6 bis 12 Monate mittlerweile vollständig eingepreist seien. Der 816-Millionen-Auftrag? Entsprach den Erwartungen. Die Eröffnung des LC-3-Startplatzes auf Wallops Island im August 2025? Bereits bekannt. Der Fortschritt beim Archimedes-Triebwerk mit über 90-prozentiger Einsatzreife? Vom Markt verdaut.
KeyBanc betont ausdrücklich, dass es sich nicht um einen Vertrauensverlust in die Technologie oder strategische Position handle. Vielmehr habe die Umsetzung die Erwartungen eingeholt – neue Überraschungen für weiteren Kursauftrieb fehlten vorerst. Ohne frische Katalysatoren, insbesondere zur Kommerzialisierung der Neutron-Rakete, sieht die Bank ein ausgeglichenes Chance-Risiko-Profil.
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Insider-Verkäufe trüben das Bild
Parallel dazu verkaufte Direktorin Merline Saintil am 13. und 14. Januar insgesamt 108.500 Aktien im Wert von rund 9,4 Millionen US-Dollar. Der Großteil (96.000 Stück zu 86,58 Dollar) floss in einen Exchange Fund, weitere 12.500 Titel wurden zu 90 Dollar über einen vordefinierten Handelsplan abgestoßen. Saintil hält nach den Transaktionen noch 280.029 Aktien.
Bewertung auf dem Prüfstand
Mit einer Marktkapitalisierung von etwa 48,5 Milliarden US-Dollar handelt Rocket Lab laut InvestingPro-Daten über dem fairen Wert und zeigt technische Überkauft-Signale. Zwar weist das Unternehmen ein Umsatzwachstum von über 50 Prozent auf und verfügt über mehr Cash als Schulden – profitabel ist es jedoch noch nicht.
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