Die Weltraum-Aktie Rocket Lab steht vor einem entscheidenden Moment: Am 10. November präsentiert das Unternehmen seine Quartalszahlen – und Analysten sind bereits jetzt in Feierlaune. Mit einem Kurssprung von über 583% in den letzten zwölf Monaten gehört die Aktie zu den Raketen-Performern des Jahres. Doch kann das Unternehmen die hohen Erwartungen erfüllen?

Analysten drehen völlig auf

Wall Street zeigt sich euphorisch: Das Kursziel wurde von 48,09 auf 58,67 Dollar angehoben. Besonders Roth Capital sorgte für Aufsehen und hob das Kursziel von 50 auf 60 Dollar an – nach einem Besuch der Neutron-Raketenstartanlage in Virginia. Die Analysten zeigten sich beeindruckt vom Baufortschritt der Startrampe und der Infrastruktur. Ein klares Signal: Die nächste Wachstumsphase kann beginnen.

Gleichzeitig hagelt es neue Aufträge. Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA buchte zwei dedizierte Electron-Missionen, während das Institute for Q-shu Pioneers of Space weitere drei Missionen orderte. Das Sahnehäubchen: Die Partnerschaft mit Synspective wächst auf insgesamt 21 geplante Missionen an.

Neutron-Rakete als Game-Changer

Der entscheidende Unterschied zu vielen Konkurrenten liegt in Rocket Labs dualem Geschäftsmodell. Während andere reine Launch-Anbieter sind, verdient das Unternehmen sowohl mit Raketenstarts als auch mit der Herstellung von Satelliten Geld. Das Space Systems-Geschäft läuft bereits rund: Kürzlich lieferte Rocket Lab zwei Raumfahrzeuge für NASAs Mars-Mission ESCAPADE aus.

Doch der wahre Hoffnungsträger ist die größere Neutron-Rakete. Sie soll den mittelschweren Launch-Markt erobern und das adressierbare Marktvolumen massiv erweitern. Analysten bestätigen nach Vor-Ort-Besuchen: Die Infrastruktur steht, der erste Start rückt näher.

Zahlen, die überzeugen müssen

Am 10. November stehen die Q3-Zahlen an. Die Prognose: 145 bis 155 Millionen Dollar Umsatz – ein Plus von etwa 45% zum Vorjahr. Die Bruttomargen sollen sich auf 39 bis 41% verbessern, während der Verlust je Aktie auf 0,06 Dollar schrumpfen könnte.

Das Polster ist beeindruckend: Ein Auftragsbestand von einer Milliarde Dollar, davon 58% sollen binnen zwölf Monaten in Umsatz verwandelt werden. Bis 2026 peilen Analysten bereits 905 Millionen Dollar Jahresumsatz an.