Drei Meldungen in einer Woche — und der Markt hat reagiert. Rocket Lab legte in den vergangenen sieben Handelstagen rund 25 Prozent zu und schloss den Freitag bei 84,80 USD. Hinter dem Kurssprung steckt mehr als Euphorie.
Gauss: Engpass gelöst
Das strategisch bedeutsamste Ereignis der Woche ist zugleich das am wenigsten beachtete. Rocket Lab stellte auf dem Space Symposium 2026 den elektrischen Antrieb Gauss vor — ein Hall-Thruster, der speziell für die Massenproduktion ausgelegt ist.
Elektrische Triebwerke gelten seit Jahren als Flaschenhals für Satellitenkonstellation. Hersteller bekommen schlicht nicht genug davon. Rocket Lab hat bereits eine Produktionslinie aufgebaut, die mehr als 200 Triebwerke pro Jahr liefern kann. Das System nutzt Xenon als Treibstoff, Krypton ist als Alternative vorgesehen. Ferner ist Gauss ITAR/EAR-frei konzipiert — ein klarer Vorteil für internationale Kunden.
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Der höhere spezifische Impuls gegenüber chemischen Antrieben bedeutet: Satelliten brauchen weniger Treibstoff und können länger operieren. Für Konstellationsbetreiber ist das ein handfester wirtschaftlicher Vorteil.
Mynaric-Übernahme abgeschlossen
Parallel dazu schloss Rocket Lab die Übernahme des deutschen Laserkommunikations-Spezialisten Mynaric AG ab. Der Deal hat einen Wert von rund 155 Millionen USD — bezahlt mit einem kleinen Baranteil und knapp 2,3 Millionen neuen Aktien.
Mynaric liefert optische Kommunikationsterminals für Luft- und Raumfahrtanwendungen. Mit der Integration holt Rocket Lab einen wichtigen Zulieferer ins eigene Haus und gewinnt einen europäischen Standort. Das Ziel: Engpässe bei Laserkommunikation für Konstellationskunden beseitigen.
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Q1-Zahlen am 7. Mai
Am 7. Mai 2026 veröffentlicht Rocket Lab die Ergebnisse für das erste Quartal. Es ist der erste Bericht, der erste Beiträge aus der Mynaric-Integration widerspiegeln könnte. Das Unternehmen hatte für Q1 einen Umsatz zwischen 185 und 200 Millionen USD in Aussicht gestellt, bei einer GAAP-Bruttomarge von 34 bis 36 Prozent. Der bereinigte EBITDA-Verlust soll zwischen 21 und 27 Millionen USD liegen.
Das Auftragspolster ist solide. Ein Block-Vertrag über 190 Millionen USD für 20 Hyperschalltest-Flüge im Rahmen des MACH-TB-2.0-Programms hat den Auftragsbestand auf über 70 Missionen gehoben. Der Gesamtbacklog über Launch und Space Systems liegt inzwischen bei mehr als 2 Milliarden USD.
Der nächste Electron-Start für iQPS ist für Mai 2026 geplant. Der erste Neutron-Start bleibt für Q4 2026 angesetzt. Die Quartalszahlen am 7. Mai werden zeigen, ob das operative Tempo mit dem Kursanstieg Schritt hält.
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