Rocket Lab USA meldete am Donnerstag Rekordzahlen für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2025 – doch die Aktie gab nachbörslich um 0,44% auf 69,89 US-Dollar nach. Der Grund: Die mit Spannung erwartete Neutron-Rakete wird sich weiter verzögern. Erste Starts sind nun erst für das vierte Quartal 2026 geplant.
Starke Zahlen trotz Verzögerung
Im vierten Quartal 2025 erzielte Rocket Lab Erlöse von 179,6 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 176,8 Millionen Dollar deutlich. Der Verlust je Aktie lag bei 9 Cent – besser als die erwarteten 10 Cent. Der bereinigte Verlust betrug 17,3 Millionen Dollar, deutlich unter der Prognose von 25 Millionen.
Für das Gesamtjahr 2025 meldete das Unternehmen Rekorderlöse von 602 Millionen Dollar – ein Plus von 38% gegenüber dem Vorjahr.
Auftragsbuch schwillt auf 1,85 Milliarden Dollar
Der vertraglich gesicherte Auftragsbestand erreichte Ende 2025 ein Volumen von 1,85 Milliarden Dollar – ein Anstieg um 73% im Jahresvergleich. Den größten Beitrag leistete ein Vertrag über 816 Millionen Dollar mit der Space Development Agency: Rocket Lab soll 18 Satelliten zur Raketenwarnung und -verfolgung für das Proliferated Warfighter Space Architecture-Programm bauen.
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Neutron-Tanktest gescheitert
Die Verzögerung der Neutron-Rakete auf das vierte Quartal 2026 geht auf einen fehlgeschlagenen Tanktest der ersten Stufe zurück. Ursprünglich sollte die wiederverwendbare Mittelklasse-Rakete Ende 2025 abheben, später wurde der Termin auf die erste Jahreshälfte 2026 verschoben.
Andere Entwicklungsmeilensteine verliefen planmäßig: Die Verkleidung „Hungry Hippo“ und die Schubstruktur haben ihre Qualifikationstests bestanden, die Zwischenstufe befindet sich in der Testphase.
Strategische Akquisition und neue Aufträge
Parallel zur Bilanzvorlage gab Rocket Lab mehrere wichtige Deals bekannt. Das Unternehmen übernahm Precision Components Limited aus Auckland, um die Produktion von Electron-Komponenten und Neutron-Bauteilen zu skalieren. Mit BlackSky Technology wurden vier weitere Electron-Missionen vereinbart – insgesamt hat Rocket Lab seit 2019 damit 17 Starts für BlackSky durchgeführt.
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Zusätzlich stellte das Unternehmen fortschrittliche Solarmodule für gigawattstarke Rechenzentren im erdnahen Orbit vor und bestätigte den Abschluss der Inbetriebnahme zweier Mars-Raumsonden für NASAs ESCAPADE-Mission.
Ausblick: Wachstum setzt sich fort
Für das erste Quartal 2026 prognostiziert Rocket Lab Erlöse zwischen 185 und 200 Millionen Dollar. Der Mittelwert entspräche einem Wachstum von rund 57% gegenüber dem Vorjahresquartal. Das bereinigte EBITDA wird mit einem Verlust von 21 bis 27 Millionen Dollar erwartet.
Im vierten Quartal 2025 startete Rocket Lab sieben Missionen – ein neuer Quartalsrekord. Über das gesamte Jahr hinweg führte das Unternehmen 21 Electron- und HASTE-Missionen bei einer Erfolgsquote von 100% durch. Drei der Starts waren suborbale Hyperschall-Testflüge im Rahmen von US-Verteidigungsprogrammen, darunter die Golden Dome-Initiative zur Raketenabwehr. Am 15. Mai 2026 stehen die Zahlen für das erste Quartal an.
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