Rocket Lab liefert operativ auf ganzer Linie: Rekordumsatz, ein wachsender Auftragsbestand und eine makellose Startserie mit der Electron-Rakete. Gleichzeitig verkaufen mehrere Insider in kurzer Folge große Aktienpakete – und das Neutron-Programm, der wichtigste Wachstumstreiber der Zukunft, hat einen Rückschlag erlitten.
Insider-Verkäufe treffen auf institutionelles Vertrauen
Innerhalb weniger Tage Anfang März trennten sich gleich drei hochrangige Unternehmensvertreter von ihren Anteilen. CFO Adam Spice verkaufte am 2. März rund 62.700 Aktien für knapp 4,4 Millionen US-Dollar. Insider Frank Klein folgte am 4. März mit dem Verkauf von etwa 36.800 Aktien für rund 2,6 Millionen Dollar. Und Lead Independent Director Merline Saintil veräußerte am 6. März weitere 18.126 Aktien.
Das Unternehmen bezeichnet solche Transaktionen als Routinevorgänge. Tatsächlich scheinen institutionelle Investoren die Verkäufe gelassen zu nehmen: Vanguard, Baillie Gifford und Norges Bank haben ihre Positionen zuletzt sogar ausgebaut. Zusammen halten Institutionen mehr als 70 Prozent der ausstehenden Aktien.
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Rekordzahlen und ein Milliardenauftrag
Die operativen Zahlen geben den Bullen Rückenwind. Im Gesamtjahr 2025 erzielte Rocket Lab einen Umsatz von 602 Millionen US-Dollar – ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragsbestand wuchs um 73 Prozent auf 1,85 Milliarden Dollar. Für das erste Quartal 2026 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 185 und 200 Millionen Dollar.
Hinzu kommt ein strategisch bedeutsamer Vertragsabschluss: Das US-Verteidigungsministerium vergab an Rocket Lab einen Primärauftrag im Rahmen des SDA Tranche 3-Programms im Wert von 816 Millionen Dollar – der bislang größte Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte. Inklusive möglicher Zulieferverträge könnte das Gesamtvolumen auf rund eine Milliarde Dollar steigen.
Auch operativ läuft die Electron-Rakete auf Hochtouren. Am 6. März absolvierte Rocket Lab bereits seinen vierten Start des Jahres – die 83. Electron-Mission insgesamt. 21 erfolgreiche Starts verzeichnete das Unternehmen im Gesamtjahr 2025, davon sieben allein im vierten Quartal, ein Rekordwert.
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Neutron bleibt der entscheidende Unsicherheitsfaktor
Der wichtigste Vorbehalt betrifft das Neutron-Programm. Nach einem Tankriss beim Stufentest musste das Management den geplanten Erstflug der mittelgroßen Trägerrakete auf das vierte Quartal 2026 verschieben. Das erhöht den Forschungs- und Entwicklungsaufwand kurzfristig und drückt auf die Margen. KeyBanc beließ die Aktie nach der Ankündigung auf „Sector Weight“.
Andere Analysten bleiben optimistischer: Needham senkte zwar sein Kursziel von 110 auf 95 Dollar, hält aber an seiner Kaufempfehlung fest. Cantor Fitzgerald erhöhte das Ziel sogar von 72 auf 85 Dollar und stuft die Aktie mit „Overweight“ ein.
Die Aktie notiert derzeit rund 25 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 96,30 Dollar und damit auch unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Ob eine Rückkehr auf frühere Höchststände gelingt, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie zügig Rocket Lab den Neutron-Zeitplan wieder stabilisieren kann – und ob die Electron-Startserie das hohe Tempo hält.
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