Verschnaufpause nach der jüngsten Rally
Nach den spürbaren Kursgewinnen der vergangenen Woche legte das Papier von Rocket Lab gestern eine Verschnaufpause ein. Medienberichten zufolge handelte es sich bei der Bewegung um eine marktübliche Konsolidierung nach dem vorangegangenen Anstieg, ohne dass ein neuer unternehmensspezifischer Auslöser für den Rücksetzer vorlag.
Im heutigen Handel tendiert der Titel stabil bei 65,20 Euro. Auf Sicht der vergangenen 30 Tage verzeichnet das Papier damit einen Wertzuwachs von 15 Prozent. Die vorangegangene Aufwärtsbewegung ging vor allem auf einen operativen Meilenstein im kommerziellen Trägerraketengeschäft zurück.
Rekordvertrag stärkt das Electron-Programm
Für den jüngsten Optimismus sorgte der größte kommerzielle Einzelvertrag für die Electron-Rakete in der Geschichte des Unternehmens. Für das Raumfahrtunternehmen Synspective wird Rocket Lab zwischen 2028 und 2031 insgesamt 20 dedizierte Missionen durchführen.
Durch diese Vereinbarung erhöht sich das gesamte vertraglich gebundene Auftragsvolumen von Synspective bei Rocket Lab auf 47 Starts. Zu den finanziellen Bedingungen der Vereinbarung machten die beteiligten Parteien keine Angaben.
Die Partnerschaft stützt sich auf eine bereits eingespielte operative Zusammenarbeit. Am 26. September brachte Rocket Lab im Zuge seiner 97. Electron-Mission einen StriX-Satelliten für Synspective in eine erdnahe Umlaufbahn in 559 Kilometern Höhe. Für das Raumfahrtunternehmen handelte es sich um den 18. Start im Jahr 2026.
Die wiederholten Einsätze untermauern die Zuverlässigkeit des Trägersystems im kommerziellen Wettbewerb. Während der operative Flugbetrieb fortgeführt wird, sichern die langfristig angelegten Vereinbarungen eine planbare Auslastung der Startkapazitäten bis in das nächste Jahrzehnt hinein.
Langfristige Expansion durch Iridium-Übernahme
Parallel zum Ausbau des Raketengeschäfts treibt das Unternehmen die strategische Vergrößerung voran. Vor rund zwei Wochen stimmten die Aktionäre von Iridium Communications dem Fusionsabkommen zu, unter dem Rocket Lab das Unternehmen übernehmen wird. Rund 99,6 Prozent der abgegebenen Stimmen befürworteten die Transaktion, was 81,0 Prozent der stimmberechtigten Aktien entsprach.
Der Vollzug der Übernahme ist für Mitte 2027 vorgesehen, vorbehaltlich behördlicher Freigaben und weiterer üblicher Bedingungen. Zur Vorbereitung hatte Iridium am 15. September seine Kreditfazilität angepasst, um die Zustimmung der Kreditgeber für die Fusion einzuholen. Zum 30. Juni 2026 wies Iridium ausstehende Darlehen in Höhe von 1,775 Milliarden $ auf.
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