Rocket Lab hat binnen 48 Stunden eine bemerkenswerte Bilanz vorgelegt: Rekordumsätze von 602 Millionen Dollar für 2025, ein prall gefülltes Auftragsbuch von 1,85 Milliarden Dollar und am 27. Februar den siebten erfolgreichen Hyperschall-Testflug. Doch über allem schwebt eine entscheidende Frage: Kann das Unternehmen seinen wichtigsten Zukunftsbaustein – die Neutron-Rakete – rechtzeitig fertigstellen?
Neutron rutscht in den Herbst
Die größte Enttäuschung betrifft das Neutron-Programm. Nach einem Tankbruch bei Tests im Januar verschiebt sich der Erstflug der mittelschweren Rakete vom ersten Halbjahr 2026 auf das vierte Quartal – ein Rückschlag von mindestens sechs Monaten. Rocket Lab reagiert mit einer grundlegenden Änderung des Fertigungsverfahrens: Statt handgelegter Carbonfasern setzt das Unternehmen nun auf robotergestützte Automated Fiber Placement (AFP), um Defekte künftig auszuschließen.
Die Verzögerung wiegt schwer, denn Neutron ist der Schlüssel zu Rocket Labs Ambitionen im wachsenden Markt für größere Satellitenstarts. Mit liquiden Mitteln von 1,1 Milliarden Dollar verfügt das Unternehmen zwar über eine Kapitalreichweite von rund 2,5 Jahren – weitere Rückschläge könnten diesen Puffer aber strapazieren.
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Operativ auf Rekordjagd
Abseits von Neutron läuft das Tagesgeschäft. 21 Missionen mit Electron- und HASTE-Raketen absolvierte Rocket Lab 2025 – alle erfolgreich. Der jüngste HASTE-Flug am 27. Februar brachte ein Scramjet-Flugzeug des australischen Unternehmens Hypersonix in eine hypersonische Flugumgebung. Das Hyperschall-Programm entwickelt sich zur eigenständigen Umsatzsäule, unabhängig von Neutron.
Parallel sicherte sich Rocket Lab neue Aufträge: vier weitere Electron-Starts für BlackSky Technology, einen 816-Millionen-Dollar-Vertrag der Space Development Agency für Satellitenproduktion sowie die Expansion ins Geschäft mit Solarmodulen für weltraumgestützte Datenzentren.
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Durchwachsener Ausblick
Für das erste Quartal 2026 stellt Rocket Lab Umsätze zwischen 185 und 200 Millionen Dollar in Aussicht. Die Bruttomarge soll allerdings auf 34 bis 36 Prozent sinken – nach rund 38 Prozent im vierten Quartal 2025. Die Aktie notierte zuletzt bei 68,60 Dollar und damit deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 99,58 Dollar.
Rocket Labs Stärke liegt in der operativen Zuverlässigkeit: Als einziger Anbieter wiederverwendbarer Kleinraketen beherrscht das Unternehmen eine Nische mit hoher Nachfrage. Die Neutron-Verzögerung wirft jedoch Schatten auf die Wachstumsgeschichte. Entscheidend wird, ob das neue Fertigungsverfahren den Start im vierten Quartal 2026 tatsächlich ermöglicht – oder ob weitere Verzögerungen drohen.
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