Rocket Lab USA Aktie: Zuversichtliche Zukunftsperspektiven

Rocket Labs Aktie erreicht Allzeithoch, doch CFO und COO verkaufen Anteile im Wert von über 110 Millionen US-Dollar. Der Verkauf folgt auf einen historischen Regierungsauftrag.

Rocket Lab USA Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie erreicht neues Allzeithoch bei fast 80 US-Dollar
  • CFO und COO verkaufen Anteile im Wert von 110 Mio. USD
  • Größter Auftrag der Firmengeschichte von 816 Mio. USD
  • Analysten heben Kursziele nach positiven Nachrichten an

Die Aktie von Rocket Lab hat am 5. Januar 2026 ein neues Allzeithoch bei 79,83 US-Dollar erreicht und kletterte anschließend sogar bis auf 80,19 US-Dollar. Innerhalb von nur zwölf Monaten hat sich der Kurs um beeindruckende 171 Prozent nach oben katapultiert. Doch ausgerechnet jetzt trennen sich Top-Manager von erheblichen Aktienpaketen.

Millionenschwere Verkäufe der Führungsriege

CFO Adam Spice veräußerte am 5. Januar Aktien im Wert von 103,1 Millionen US-Dollar. Insgesamt verkaufte er 1.387.655 Anteile zu Preisen zwischen 72,15 und 78,04 US-Dollar je Aktie. Am selben Tag übte Spice zudem Optionen zum Erwerb von 731.330 Aktien aus – zum Schnäppchenpreis von lediglich 1,09 US-Dollar pro Stück. Nach den Transaktionen hält der Finanzchef noch 1.359.568 Anteile direkt.

Nur drei Tage zuvor hatte bereits COO Frank Klein Nägel mit Köpfen gemacht. Am 2. Januar verkaufte er 88.810 Aktien für insgesamt 7,3 Millionen US-Dollar. Die gewichteten Durchschnittspreise lagen zwischen 67,61 und 75,80 US-Dollar. Klein besitzt nach dem Verkauf noch 1.169.487 Anteile.

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Beide Transaktionen erfolgten automatisch im Rahmen eines vorab festgelegten Verkaufsplans nach Regel 10b5-1, den die Manager am 19. September 2025 aufgesetzt hatten. Solche Pläne sollen Insidergeschäfte regulieren und verhindern, dass Führungskräfte auf Basis nicht-öffentlicher Informationen handeln.

Rekordauftrag als Kurstreiber

Was steckt hinter der fulminanten Kursentwicklung? Die US-Raumfahrtbehörde Space Development Agency vergab am 5. Januar einen Auftrag über 816 Millionen US-Dollar an Rocket Lab – der größte Kontrakt in der Unternehmensgeschichte. Das Unternehmen soll 18 Satelliten für das Tracking Layer Tranche 3-Programm entwickeln und fertigen. Die Satelliten werden mit hochmodernen Raketenwarnsensoren ausgestattet, darunter der Phoenix-Infrarotsensor der nächsten Generation.

Die Analysten reagierten prompt: Needham hob das Kursziel von 63 auf 90 US-Dollar an und bekräftigte die Kaufempfehlung. Cantor Fitzgerald bestätigte die Übergewichten-Einstufung mit einem Kursziel von 72 US-Dollar. Die Spanne der Analystenschätzungen reicht mittlerweile von 47 bis 90 US-Dollar.

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Operative Erfolge im Rücken

Die Zahlen untermauern den Höhenflug: Im Geschäftsjahr 2025 führte Rocket Lab 21 Electron-Starts durch – ein neuer Jahresrekord. Damit rangiert das Unternehmen global auf Platz drei der aktivsten Raketenstart-Anbieter und führt die Rangliste der börsennotierten Unternehmen in diesem Bereich an. Eine Mission für die US Space Force setzte das Unternehmen sogar fünf Monate vor dem geplanten Termin um.

Bei einem aktuellen Kurs von 86,06 US-Dollar erreicht Rocket Lab eine Marktkapitalisierung von 42,44 Milliarden US-Dollar. Der Jahresumsatz liegt bei 554,53 Millionen US-Dollar – das Kurs-Umsatz-Verhältnis deutet darauf hin, dass Investoren erhebliches Wachstumspotenzial einpreisen. Das Umsatzwachstum betrug zuletzt 52,42 Prozent. Die Bilanz zeigt mehr liquide Mittel als Schulden.

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Über Dieter Jaworski 1154 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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