Die Aktie des US-Schädlingsbekämpfers Rollins stürzte heute im vorbörslichen Handel um fast 17 Prozent auf 54,53 Dollar ab. Der Grund: Das vierte Quartal 2025 enttäuschte die Erwartungen der Analysten deutlich. Trotz eines insgesamt soliden Geschäftsjahres reagierte die Wall Street harsch auf die jüngsten Zahlen.
Starkes Gesamtjahr kann Investoren nicht beruhigen
Für das Gesamtjahr 2025 lieferte Rollins eigentlich überzeugende Zahlen. Der Umsatz kletterte um 11 Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar, getrieben sowohl durch organisches Wachstum von 6,9 Prozent als auch durch Übernahmen, die weitere 4,1 Prozent beisteuerten. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte sogar um 13,1 Prozent auf 1,12 Dollar zu.
Alle drei Hauptgeschäftsfelder wuchsen zweistellig: Die Termiten-Sparte führte mit einem Plus von 13,6 Prozent, gefolgt vom Geschäftskundenbereich mit 10,5 Prozent und dem Privatkundensegment mit 10,3 Prozent. Der freie Cashflow stieg um 12,1 Prozent auf 650 Millionen Dollar. Das Management nutzte die finanzielle Stärke für 26 Unternehmenszukäufe und setzte insgesamt 880 Millionen Dollar für verschiedene Wachstumsinitiativen ein.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rollins?
Wetterkapriolen und Margendruck im Schlussquartal
Doch das vierte Quartal trübte das Gesamtbild deutlich. Der Umsatz stieg zwar um 9,7 Prozent auf 912,9 Millionen Dollar, verfehlte aber die Analystenschätzung von 926,8 Millionen Dollar. Noch problematischer: Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte nur 25 Cent – die Experten hatten 27 Cent erwartet, manche Schätzungen lagen sogar bei 26 Cent.
Das Management machte vor allem unberechenbare Wetterbedingungen im Mittleren Westen und Nordosten für die Schwäche verantwortlich. Während das wiederkehrende Geschäft und Zusatzdienstleistungen weiter mit über 7 Prozent wuchsen, brach das Einmalgeschäft um knapp 3 Prozent ein. Hinzu kam Druck auf die Margen: Die bereinigte EBITDA-Marge schrumpfte um 60 Basispunkte auf 21,2 Prozent. Höhere Personalkosten, gestiegene Flottenausgaben und die geringere Hebelwirkung durch niedrigere Volumina belasteten die Profitabilität. Der freie Cashflow sank im Quartalsvergleich um 13,6 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rollins?
Ausblick bleibt optimistisch – Markt skeptisch
Für 2026 peilt Rollins ein organisches Wachstum von 7 bis 8 Prozent an, ergänzt durch weitere 2 bis 3 Prozent aus Übernahmen. Die bereinigte inkrementelle EBITDA-Marge soll auf 25 bis 30 Prozent steigen, mittelfristig sogar auf 30 bis 35 Prozent. CEO Jerry Gahlhoff bezeichnete 2025 als „weiteres solides Jahr“ und verweist auf 24 aufeinanderfolgende Wachstumsjahre – über verschiedene Konjunkturzyklen hinweg.
Die Investoren zeigen sich davon heute unbeeindruckt. Der massive Kursrutsch signalisiert Zweifel, ob Rollins die Wachstumsziele unter anhaltendem Margendruck tatsächlich erreichen kann. Etwa 75 Prozent der Erlöse stammen zwar aus wiederkehrenden Dienstleistungen, die Stabilität bieten. Doch die schwache Performance im Schlussquartal überschattet momentan die langfristige Erfolgsbilanz. Die kommenden Quartale werden zeigen müssen, ob die Wettereffekte tatsächlich nur vorübergehend waren oder ob strukturelle Probleme beim Schädlingsbekämpfer wachsen.
Rollins-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rollins-Analyse vom 12. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Rollins-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rollins-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rollins: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

