Rolls-Royce Aktie: Comeback mit Rückenwind

Nach einem Einbruch im März erholt sich die Rolls-Royce Aktie im April deutlich. Das Unternehmen startet zudem den Bau seines ersten Batteriespeicherprojekts in Großbritannien und profitiert von wachsendem Rüstungsgeschäft.

Rolls-Royce Aktie
Kurz & knapp:
  • Starke Kurserholung nach geopolitischer Entspannung
  • Baubeginn des ersten britischen Batteriespeichers
  • Wachsendes Rüstungsgeschäft durch höhere Verteidigungsausgaben
  • Erste Dividendenzahlung seit über fünf Jahren

Nach einem schwierigen März, der die Aktie um mehr als 15 Prozent kostete, dreht Rolls-Royce im April das Bild. Gleichzeitig meldet das Unternehmen den Baubeginn seines ersten britischen Batteriespeicherprojekts — ein Signal, dass die Transformation über Luftfahrt und Rüstung hinausgeht.

Kurserholen durch geopolitische Entspannung

Der Einbruch im März war vor allem auf steigende Kerosinpreise und Spannungen im Nahen Osten zurückzuführen. Die Ankündigung eines US-iranischen Waffenstillstands am 8. April änderte die Lage schlagartig: Der Ölpreis fiel, die Straße von Hormus öffnete sich wieder — und damit verbesserten sich die Aussichten für Airlines weltweit. Das ist für Rolls-Royce unmittelbar relevant, weil das Servicegebührenmodell direkt an die Flugstunden der Triebwerke gekoppelt ist.

Innerhalb der ersten zehn Apriltage erholte sich die Aktie um mehr als 11 Prozent. Zusätzlichen Halt gibt das im April gestartete Aktienrückkaufprogramm über 2,5 Milliarden Pfund für 2026, das Analysten als dauerhaften Kurspuffer beschreiben.

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Erster Batteriespeicher in Großbritannien

Parallel zur Kurserholung hat Rolls-Royce mit dem Bau eines Batteriespeichers im schottischen Falkirk begonnen — das erste Projekt dieser Art in Großbritannien. Das mtu EnergyPack-System kommt auf eine Kapazität von 86 MWh bei einer Leistung von 43 MW, was dem Bedarf von rund zehntausend Haushalten entspricht. Die Anlage soll 2027 in Betrieb gehen und überschüssigen Ökostrom zwischenspeichern, um ihn in Lastspitzen wieder einzuspeisen.

Grundlage ist die 2024 geschlossene Partnerschaft mit dem Batteriehersteller CATL. Rolls-Royce hat vergleichbare Systeme bereits in den Niederlanden, Litauen und Deutschland realisiert.

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Rüstung, Kapitalrückgaben und Mittelfristziele

Das Rüstungsgeschäft wächst strukturell: Nach dem britischen Bekenntnis, die Verteidigungsausgaben bis 2027 auf 2,5 Prozent des BIP zu erhöhen, stieg der Segmentumsatz zuletzt um acht Prozent auf über 4,7 Milliarden Pfund.

Ein offenes Thema bleibt die Handelspolitik in Nordamerika, dem größten Markt des Konzerns mit einem Umsatz von 5,94 Milliarden Pfund im vergangenen Jahr. Rolls-Royce prüft, wie viel Produktion aus betroffenen Ländern in die USA verlagert werden kann.

Für 2026 erwartet das Unternehmen einen operativen Gewinn zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund sowie einen freien Cashflow von 3,6 bis 3,8 Milliarden Pfund. Bis 2028 sollen beide Kennzahlen auf 4,9 bis 5,2 beziehungsweise 5,0 bis 5,3 Milliarden Pfund steigen. Die Ratingagentur Fitch honorierte die verbesserte Finanzlage bereits mit einer Hochstufung auf A−. Am 23. April wird die Aktie ex-Dividende gehandelt — erstmals seit mehr als fünf Jahren schüttet Rolls-Royce wieder aus, insgesamt 9,5 Pence je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr.

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