Rekordaufträge, angehobene Gewinnprognosen, ein milliardenschweres Rückkaufprogramm — und trotzdem steht die Aktie rund 20% unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Bei Rolls-Royce klaffen operative Stärke und Kursentwicklung derzeit merklich auseinander.
Starkes Fundament, gedämpfte Stimmung
Nach einem Kursanstieg von rund 989% über fünf Jahre hat die Aktie zuletzt spürbar korrigiert. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der letzten zwölf Monate liegt bei etwa 18 — rund 32% unter dem eigenen Zehn-Jahres-Median von 26,71 und deutlich unter dem Sektordurchschnitt der Luft- und Raumfahrtbranche von 42,34. Wer die Bewertung isoliert betrachtet, findet hier keine offensichtliche Überhitzung.
Operativ läuft es gut. Für das Geschäftsjahr 2025 meldete das Unternehmen einen Betriebsgewinn von 3,46 Milliarden Pfund bei einem Umsatz von 20,06 Milliarden Pfund. Für 2026 erwartet das Management einen Betriebsgewinn zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund — damit liegt man rund zwei Jahre vor dem ursprünglichen Mittelfristplan. Begleitet wird das durch ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 9 Milliarden Pfund über die Jahre 2026 bis 2028, wovon 2,5 Milliarden Pfund noch in diesem Jahr fließen sollen.
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UltraFan 30: Milliardenprogramm mit offenem Ausgang
Ein zentrales Thema für die Zukunft ist das UltraFan-30-Programm — ein 3-Milliarden-Pfund-Projekt zur Rückkehr in den Narrowbody-Markt. Die EU steuert 64 Millionen Euro bei, vom britischen Staat erhofft sich Rolls-Royce bis zu 200 Millionen Pfund als Anschubfinanzierung. Ohne diese Unterstützung hat das Unternehmen offen gewarnt, die Produktion könnte ins Ausland verlagert werden.
Der Motor soll bis zu 20% weniger Treibstoff verbrauchen als aktuelle Triebwerke und von Beginn an mit 100% nachhaltigem Flugkraftstoff kompatibel sein. Das Marktpotenzial ist erheblich: Der globale Narrowbody-Markt wird auf 1,6 Billionen Dollar geschätzt.
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Auf der Gegenseite stehen drei Risiken, die Anleger im Blick behalten: Lieferkettenprobleme dürften den freien Cashflow im laufenden Jahr um rund 200 Millionen Pfund belasten. Ein Rückgang der globalen Passagierzahlen würde die Zivilluftfahrtsparte treffen, die 2025 eine Betriebsmarge von 20,5% erreichte. Und sollte das SMR-Programm für modulare Kernreaktoren — das Interesse aus Großbritannien, Tschechien und Schweden weckt — hinter den Erwartungen zurückbleiben, könnte das die Bewertung zusätzlich belasten.
Hauptversammlung als nächster Prüfstein
Am 30. April 2026 findet die Hauptversammlung statt. Dort dürfte sich zeigen, ob das UltraFan-Programm die nötige staatliche Rückendeckung erhält — und damit, ob das größte strategische Projekt des Unternehmens auf britischem Boden bleibt oder nicht.
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