Trotz eines Kursrückgangs von rund 22 Prozent seit dem Allzeithoch im Februar häufen sich bei Rolls-Royce die positiven institutionellen Signale. Fitch hat die Kreditwürdigkeit angehoben, Wells Fargo startet mit einer Kaufempfehlung — und das eigene Management behält Aktien statt sie zu verkaufen.
Fitch-Upgrade und neues Analysten-Coverage
Fitch Ratings stufte das langfristige Emittentenrating von Rolls-Royce auf A- hoch, zuvor stand BBB+. Die Begründung: ein deutlich verbessertes Finanzprofil nach dem mehrjährigen Transformationsprogramm. Das ist kein symbolischer Schritt — ein solides Investment-Grade-Rating erleichtert die Refinanzierung und senkt die Kapitalkosten.
Parallel dazu initiierte Wells Fargo die Abdeckung mit einem „Overweight“-Rating und einem Kursziel von 1.350 Pence. Die Bank sieht weiteres Potenzial, die mittelfristigen Ziele zu übertreffen, und verweist auf steigende Langstreckenflüge sowie wachsende Triebwerksbetriebsstunden — beides treibt die langfristigen Serviceverträge und damit die Cashflows des Unternehmens. 15 von 17 Analysten empfehlen die Aktie derzeit zum Kauf.
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Rückkauf, Insidersignale und Geopolitik
Seit dem 1. April läuft das 2,5-Milliarden-Pfund-Rückkaufprogramm für 2026 aktiv. Analysten sehen darin eine strukturelle Unterstützung für den Kurs. Hinzu kommen Signale aus dem Management: CEO Tufan Erginbilgic behielt 4.144 Aktien aus seinem jüngsten Incentive-Award und verkaufte nur so viele, wie zur Steuerdeckung nötig waren. CFO Helen McCabe handelte ähnlich und behielt 1.601 Aktien. Marktbeobachter werten solche Entscheidungen als Hinweis darauf, dass die Unternehmensführung den aktuellen Kurs eher als Abschlag zum inneren Wert betrachtet.
Das Gesamtprogramm für 2026 bis 2028 umfasst Rückkäufe im Volumen von 7 bis 9 Milliarden Pfund — das erste derartige Programm seit zehn Jahren.
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Die Gewinnprognose für 2026 liegt bei 4,0 bis 4,2 Milliarden Pfund operativem Ergebnis, nach 3,46 Milliarden Pfund im Vorjahr. Der freie Cashflow soll 3,6 bis 3,8 Milliarden Pfund erreichen. Allerdings bleibt der Iran-Konflikt ein Risikofaktor: Sollte er die Flugstunden und damit die zivilen Einnahmen spürbar belasten, gerät die Prognose unter Druck.
Termine im April
Zwei Ereignisse dürften die Stimmung in den kommenden Wochen prägen. Am 23. April wird die Aktie ex-Dividende gehandelt — die Schlussdividende für 2025 beträgt 5,0 Pence je Aktie, die Gesamtdividende für das Jahr damit 9,5 Pence. Es ist die erste Dividendenzahlung seit mehr als fünf Jahren. Am 30. April findet die Hauptversammlung statt, auf der Aktionäre neben der Dividende auch über ein neues Vergütungspaket für den CEO abstimmen.
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