Die RPM-Aktie geriet am Donnerstag unter massiven Verkaufsdruck. Im vorbörslichen Handel sackte der Titel um 5,74 Prozent auf 98,80 Dollar ab. Der Grund: Das Spezialchemieunternehmen hatte Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt, die die Erwartungen deutlich verfehlten.
Der Gewinn je Aktie sank auf 1,26 Dollar – verglichen mit 1,42 Dollar im Vorjahreszeitraum. Bereinigt lag das Ergebnis bei nur 1,20 Dollar je Aktie. Analysten hatten im Schnitt allerdings mit 1,41 Dollar gerechnet. Eine herbe Enttäuschung für Anleger, die auf bessere Zahlen gehofft hatten.
Beim Umsatz zeigt sich ein anderes Bild: Hier legte RPM von 1,85 Milliarden auf 1,91 Milliarden Dollar zu. Doch dieser Anstieg konnte die schwache Profitabilität nicht wettmachen. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) fiel deutlich von 255,08 Millionen auf 226,63 Millionen Dollar – ein Rückgang um über 11 Prozent.
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Wird die zweite Jahreshälfte besser?
Das Management zeigt sich für die kommenden Quartale vorsichtig optimistisch. Für das dritte Quartal erwartet RPM ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das bereinigte EBIT soll im Bereich zwischen mittleren und hohen einstelligen Prozenten zulegen.
Interessant: Das Verbrauchergeschäft dürfte durch Übernahmen stärker wachsen als die anderen beiden Sparten. Für das vierte Quartal rechnet das Unternehmen ebenfalls mit einem Umsatzplus im mittleren einstelligen Bereich, während das operative Ergebnis zwischen niedrigen und hohen einstelligen Zuwächsen landen soll.
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Zukauf soll Wachstum bringen
Parallel zu den Quartalszahlen verkündete RPM die Übernahme der deutschen Kalzip GmbH durch die Tochterfirma Tremco Construction Products Group. Das in Koblenz ansässige Unternehmen ist spezialisiert auf Aluminium-Dächer und Fassadensysteme für Gebäudehüllen.
Kalzip erzielte 2024 einen Umsatz von rund 75 Millionen Euro. Die Transaktion soll im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 abgeschlossen werden. Chairman Frank Sullivan betonte, die Akquisition passe perfekt zur Strategie, führende Positionen in wachstumsstarken Baumärkten aufzubauen.
Die Übernahme stärkt RPMs Position in Europa und Indien. Gleichzeitig eröffnet sich die Chance, Kalzips Aluminium-Systeme auf dem nordamerikanischen Markt zu etablieren. Ob dieser strategische Schritt ausreicht, um die Anleger zu beruhigen, bleibt abzuwarten. Der aktuelle Kursrutsch zeigt: Die Börse honoriert Zukunftspläne erst, wenn die Gegenwart überzeugt.
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