RTX hebt seine Jahresziele für 2026 erneut an. Der Konzern hinter Raytheon, Pratt & Whitney und Collins profitiert von der hohen Nachfrage in der Rüstung und in der zivilen Luftfahrt. An der Börse blieb die Reaktion verhalten: Nach vorbörslichen Gewinnen von knapp drei Prozent notierte die Aktie im NYSE-Handel zeitweise nahezu unverändert bei 192,01 Dollar.
Höhere Ziele für das Gesamtjahr
Der bereinigte Umsatz soll 2026 zwischen 97 und 97,5 Milliarden Dollar liegen. Das sind mindestens eine Milliarde mehr als zuvor im Höchstfall angepeilt. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet RTX nun mit 7,65 bis 7,75 Dollar, mindestens 40 Cent über der bisherigen Obergrenze.
Auch beim freien Barmittelzufluss legt der Konzern nach. Er soll im Gesamtjahr 9 bis 9,2 Milliarden Dollar erreichen, mehr als noch im Sommer angekündigt.
Drittes Quartal mit Licht und Schatten
Im dritten Quartal setzte RTX bereinigt knapp 25 Milliarden Dollar um, elf Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Überschuss wuchs um gut ein Drittel auf fast 2,6 Milliarden Dollar.
Eine Schwachstelle bleibt der Cashflow. Der freie Barmittelzufluss halbierte sich im Quartal nahezu auf rund 2,1 Milliarden Dollar. Die angehobene Jahresprognose zeigt allerdings, dass das Management hier keine nachhaltige Belastung erwartet.
Patriot und A320neo als Treiber
Raytheon fertigt unter anderem die Patriot-Flugabwehrsysteme, die derzeit auch im Abwehrkampf der Ukraine gegen Russland im Einsatz sind. Collins liefert Technik für die Luft- und Raumfahrt, von Rumpfteilen über Passagiersitze bis zu Triebwerksgondeln.
Pratt & Whitney baut gemeinsam mit Partnern wie MTU Aero Engines Antriebe für die stark gefragte A320neo-Reihe von Airbus. Airbus-Chef Guillaume Faury hatte den Triebwerkshersteller vor allem zu Jahresbeginn dafür kritisiert, nicht genügend Turbinen zu liefern. Die Lieferfähigkeit bleibt damit ein Thema, auch wenn die Zahlen zuletzt für starke Nachfrage sprechen.
Die neue Spanne für den Gewinn je Aktie liegt nun gut vier Prozent über dem Niveau, das die Aktie an der Börse derzeit pro Jahr einpreist, gemessen am Kurs von rund 192 Dollar ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 25.
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