RTX hat am Dienstag seine Jahresprognose angehoben und neue Aufträge im Wert von über 81 Milliarden $ gemeldet. Die Bestellungen stammen nach Unternehmensangaben aus dem zivilen Geschäft und dem Verteidigungsbereich. Der Auftragsbestand erreichte im dritten Quartal 2026 mit 340 Milliarden $ einen Rekordwert.

Höhere Ziele für Umsatz und Gewinn

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet RTX nun einen bereinigten Umsatz zwischen 97,0 und 97,5 Milliarden $. Beim bereinigten Gewinn je Aktie hat das Unternehmen die Prognose auf eine Spanne von 7,65 bis 7,75 $ erhöht.

Auch den Ausblick für den freien Cashflow hob RTX an: Hier liegt die neue Zielspanne zwischen 9,0 und 9,2 Milliarden $. Laut Reuters übertrafen die Quartalsergebnisse die Analystenerwartungen.

Der bereinigte Umsatz im dritten Quartal 2026 erreichte laut Pflichtmitteilung 24,965 Milliarden $, ein Plus von 11 % gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 33 % auf 2,26 $.

Ein weiterer Produktionsauftrag kam am 19. Oktober hinzu: Die U.S. Army vergab 215 Millionen $ an das Javelin-Gemeinschaftsunternehmen von Raytheon und Lockheed Martin. Der Auftrag umfasst leichte Kommando- und Starteinheiten.

Neue Systeme für den Flugbetrieb

Am Mittwoch stellte die RTX-Sparte Collins Aerospace das Überwachungssystem Tower MicroELITE vor. Es wurde erstmals am San Bernardino International Airport eingesetzt und soll Fluglotsen dabei unterstützen, die Verkehrslage zu erfassen.

Ebenfalls am Mittwoch präsentierte Collins Aerospace ARINCDirect OpenAPI. Damit können Betreiber Daten zur Flugplanung, zu Reisen und zur Flugleistung in ihre bestehenden digitalen Plattformen einbinden.

Für Funkhöhenmesser kündigte Collins Aerospace zudem Nachrüstungen an, die neue FAA-Betriebsstandards erfüllen und Störungen durch Mobilfunk der fünften Generation begegnen sollen. Die Servicezentren sollen 2027 mit den Nachrüstungen beginnen.