RWE Aktie: Amprion als stiller Gewinnmotor

RWE profitiert stark von seiner Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion, dessen Gewinne deutlich steigen. Der Konzern treibt zudem eigene Investitionen voran und kauft eigene Aktien zurück.

Rwe Aktie
Kurz & knapp:
  • Amprion steigert Gewinn um 72 Prozent
  • Massive Investitionen in Stromnetz-Ausbau geplant
  • RWE kauft eigene Aktien für 1,5 Mrd. Euro zurück
  • Ambitionierte Ergebnisziele bis 2031 gesetzt

RWE wird oft als Energieversorger mit erneuerbaren Energien und Gaskraftwerken wahrgenommen. Ein Wachstumstreiber bleibt dabei regelmäßig im Verborgenen: die Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion.

Rekordgewinne aus dem Netz

RWE hält 25,1 Prozent an Amprion — und konsolidiert diese Beteiligung vollständig in den Konzernzahlen. Die jüngsten Jahreszahlen des Dortmunder Netzbetreibers zeigen, warum das relevant ist: Der Umsatz stieg um neun Prozent auf 6,1 Milliarden Euro, das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern legte um 72 Prozent auf 672 Millionen Euro zu. Rund die Hälfte davon schüttet Amprion an seine Eigentümer aus.

Der strukturelle Rückenwind ist dabei hausgemacht. Im ersten Quartal 2026 deckten Wind- und Solar bereits 53 Prozent des deutschen Stromverbrauchs ab — fast sechs Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum. Mehr Ökostrom bedeutet mehr Transportvolumen im Hochspannungsnetz und damit steigende Erträge für Amprion.

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Für die kommenden Jahre plant Amprion Gesamtinvestitionen von 42,1 Milliarden Euro bis 2030. Allein im laufenden Jahr sollen 7,3 Milliarden Euro fließen, nach 5,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Die neuen Stromtrassen A-Nord und Ultranet sollen ab 2027 die jährlichen Netzengpasskosten um rund 700 Millionen Euro senken.

RWEs eigene Wachstumsagenda

Parallel treibt RWE sein eigenes Investitionsprogramm voran. Bis 2031 sind 35 Milliarden Euro netto geplant — verteilt auf erneuerbare Energien in Europa und den USA sowie Gaskraftwerke für die Versorgung von Rechenzentren und KI-Infrastruktur. CEO Markus Krebber hat das Ziel ausgegeben, das bereinigte Ergebnis je Aktie von derzeit 2,48 Euro auf 4,40 Euro im Jahr 2031 zu steigern, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von zwölf Prozent entspräche.

Für 2026 erwartet der Konzern ein bereinigtes EBITDA von 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro, das bis 2027 auf bis zu 6,8 Milliarden Euro steigen soll.

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Aktienrückkauf und gespaltene Analystenurteile

Zusätzlich stützt ein laufendes Rückkaufprogramm den Kurs. Bis zu 1,5 Milliarden Euro investiert das Management in eigene Anteile; allein in der Woche vom 30. März bis 2. April erwarb RWE knapp 290.000 eigene Aktien. Die aktuelle Tranche läuft noch bis Juni 2026.

Unter Analysten ist das Bild gespalten. JPMorgan führt RWE auf ihrer „Analyst Focus List“ und verweist auf strukturell steigende Gas- und Strompreise als Treiber. Bernstein Research hingegen bleibt bei „Market-Perform“ mit einem Kursziel von 57 Euro — und liegt damit bereits unter dem aktuellen Kursniveau nahe dem 52-Wochen-Hoch.

Die nächsten Wegmarken sind die virtuelle Hauptversammlung im April und die Investorenkonferenz zum ersten Quartal im Mai. Dann liefert RWE erste belastbare Zahlen zum laufenden Geschäftsjahr — ein erster Stresstest für die ambitionierten Jahresziele.

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