RWE Aktie: Amprion-Zahlen überzeugen

Die Beteiligung am Netzbetreiber Amprion entwickelt sich zum zentralen Ergebnistreiber für RWE, während das Aktienrückkaufprogramm voranschreitet. Die Dividende soll weiter steigen.

Rwe Aktie
Kurz & knapp:
  • Amprion steigert Gewinn um 72 Prozent
  • Aktienrückkaufprogramm mit 1,5 Mrd. Euro Volumen
  • Dividende soll 2026 auf 1,32 Euro steigen
  • Aktie notiert auf neuem 52-Wochen-Hoch

RWE liefert gleich auf zwei Ebenen: Das laufende Aktienrückkaufprogramm schreitet planmäßig voran, und die Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion entwickelt sich zum handfesten Ergebnistreiber. Frische Jahreszahlen von Amprion untermauern, warum diese Beteiligung in der RWE-Bilanz immer mehr Gewicht bekommt.

Amprion als stiller Wachstumsmotor

RWE hält über ein Joint Venture mit Apollo Global Management 25,1 Prozent an Amprion — und konsolidiert die Beteiligung vollständig. Was das bedeutet, zeigen die aktuellen Zahlen: Amprions Umsatz kletterte im abgelaufenen Geschäftsjahr um neun Prozent auf 6,1 Milliarden Euro, das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern sprang sogar um rund 72 Prozent auf 672 Millionen Euro. Rund die Hälfte davon fließt an die Eigentümer zurück.

Der Ausblick ist ambitioniert. Amprion will seine Netzinvestitionen 2026 auf 7,3 Milliarden Euro ausweiten — nach 5,4 Milliarden im Vorjahr. Bis 2030 sind Gesamtinvestitionen von 42,1 Milliarden Euro geplant. Struktureller Rückenwind kommt aus dem Energiemix: Im ersten Quartal 2026 deckten Wind- und Solar bereits 53 Prozent des deutschen Stromverbrauchs ab. Mehr Ökostrom bedeutet höhere Transportvolumina im Hochspannungsnetz — und damit steigende Erträge für Amprion und seine Anteilseigner.

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Rückkaufprogramm und Dividendenpfad

Parallel läuft das im November 2024 gestartete Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Allein in der Woche vom 30. März bis 2. April 2026 erwarb RWE knapp 290.000 eigene Aktien über Xetra.

Auf der Dividendenseite zeichnet sich ein verlässlicher Wachstumspfad ab: Für 2025 schlägt der Aufsichtsrat 1,20 Euro je Aktie vor, zahlbar am 6. Mai nach Ex-Tag am 4. Mai. Für 2026 sind bereits 1,32 Euro eingeplant. RWE hat die Dividende seit neun Jahren nicht gesenkt.

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CEO Markus Krebber hat das Ziel formuliert, das bereinigte Ergebnis je Aktie von derzeit 2,48 Euro bis 2031 auf 4,40 Euro zu steigern — ein durchschnittliches Wachstum von zwölf Prozent jährlich. Für 2026 erwartet RWE ein bereinigtes EBITDA zwischen 5,2 und 5,8 Milliarden Euro.

Analysten und nächste Termine

Das Bild unter Analysten ist gemischt. JPMorgan hat RWE auf der „Analyst Focus List“ und verweist auf strukturell steigende Energie­preise als Treiber. Bernstein Research bleibt hingegen bei „Market-Perform“ mit einem Kursziel von 57 Euro — und liegt damit unter dem heutigen Kurs von 59,20 Euro, auf dem die Aktie ein neues 52-Wochen-Hoch markiert.

Für Anleger verdichten sich die relevanten Termine auf wenige Wochen: Die virtuelle Hauptversammlung findet am 30. April statt, kurz darauf folgt am 13. Mai die Investorenkonferenz zum ersten Quartal 2026 — mit ersten belastbaren Zahlen zum laufenden Geschäftsjahr.

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