Der Energieriese verspricht sinkende Preise – doch was bedeutet das für die Aktie? Nach schwierigen Monaten könnte sich das Blatt wenden.
RWE-Chef Markus Krebber macht Hoffnung: Die Großhandelspreise beim Strom bleiben stabil, und durch staatliche Zuschüsse für die Netzentgelte werden viele Stromkunden 2026 unterm Strich günstiger davonkommen. Auf mittlere Frist rechnet Krebber mit stabilen Preisen – die Erzeugung werde günstiger, während die Netzentgelte steigen.
Doch die Börse zeigt sich zunächst wenig begeistert. Die RWE-Aktie notierte am Handelstag zeitweise 1,17 Prozent tiefer bei 46,36 Euro. Warum die verhaltene Reaktion?
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Gas als Kurstreiber?
Interessant wird es beim Blick auf die nächsten zwei Jahre. Krebber erwartet, dass RWE von sinkenden Gaspreisen profitieren wird. Als Grund nennt er ein wachsendes Angebot an Flüssiggas (LNG). Da RWE seinen Strom unter anderem in Gaskraftwerken erzeugt und seit Jahren nur noch Großkunden beliefert, könnten günstigere Einkaufspreise die Margen deutlich verbessern.
Zur Versorgungssicherheit gibt sich der RWE-Chef optimistisch: Bei einem normal kalten Winter hat Deutschland kein Problem beim Gas, die Lieferwege sind stabil. Allerdings warnt er auch: „Das Energiesystem ist auf Kante genäht, das ist riskant.“ Um auch sehr kalte Winter oder Lieferausfälle abzufedern, müsse der Ausbau der LNG-Terminals vorangetrieben werden.
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Solarenergie überholt Erdgas
Die Energiewende nimmt weiter Fahrt auf – und verändert das Marktumfeld für RWE dramatisch. Solaranlagen in Deutschland haben 2025 ihren Anteil an der heimischen Stromerzeugung von 14 auf rund 18 Prozent gesteigert. Damit hat die Photovoltaik sowohl Braunkohle (etwa 14 Prozent) als auch Erdgas (rund 16 Prozent) als Energiequelle überholt.
Die mehr als 5,5 Millionen installierten Photovoltaikanlagen erzeugten rund 87 Terawattstunden Strom – 15 Terawattstunden mehr als 2024 und erneut ein Höchstwert. Die wichtigste Stromerzeugungsquelle bleibt Windenergie mit einem Anteil von 27 Prozent.
Für RWE bedeutet diese Entwicklung zusätzlichen Wettbewerbsdruck. Die Gaskraftwerke des Konzerns müssen sich zunehmend gegen günstigere erneuerbare Energien behaupten. Gleichzeitig könnte der beschleunigte Ausbau der Erneuerbaren das Ausbauziel für 2030 verfehlen – das Tempo der neu installierten Solaranlagen stagnierte 2025 bei 17,5 Gigawatt.
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