Der Europäische Gerichtshof hat am Donnerstag die letzten juristischen Schatten beseitigt, die über der RWE-Konzernstruktur lagen. Das Gericht wies die Klagen mehrerer deutscher Stadtwerke gegen den 2018 vereinbarten Vermögenstausch zwischen RWE und E.ON vollumfänglich ab — ein Ergebnis, das dem Energiekonzern nun uneingeschränkte Planungssicherheit verschafft.
Acht Jahre Rechtsstreit — jetzt beendet
Der Deal aus dem Jahr 2018 hatte die deutsche Energielandschaft grundlegend neu sortiert: RWE übernahm wesentliche Stromerzeugungsanlagen von E.ON sowie eine Beteiligung von knapp 17 Prozent am Konkurrenten, während E.ON das Netz- und Endkundengeschäft der damaligen RWE-Tochter Innogy erhielt. Stadtwerke wie Leipzig und der Energieverbund Dresden klagten gegen die EU-Kommissionsgenehmigung — zunächst erfolglos vor dem EU-Gericht, nun auch vor dem EuGH. Die obersten EU-Richter stellten fest, dass der Kommission bei der kartellrechtlichen Prüfung keine offensichtlichen Fehler unterlaufen seien.
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Die klare Trennung — Stromerzeugung bei RWE, Verteilnetze und Vertrieb bei E.ON — ist damit rechtlich unangreifbar.
Milliardenprogramm ohne juristische Bremsklötze
Mit dem Wegfall der letzten Restrisiken kann sich das Management vollständig auf das Investitionsprogramm konzentrieren. Bis 2031 plant RWE weltweite Nettoinvestitionen von 35 Milliarden Euro. Neben erneuerbaren Energien stehen große Batterieprojekte und wasserstofffähige Gaskraftwerke im Mittelpunkt — allein in Deutschland mit bis zu 3 Gigawatt Kapazität, abhängig von künftigen Bundesausschreibungen. Als struktureller Wachstumstreiber gilt der steigende Stromverbrauch durch KI-Rechenzentren und Digitalisierung.
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Die DZ Bank erhöhte nach dem Urteil den fairen Wert auf 65 Euro und bekräftigte ihre Kaufempfehlung. Barclays behält das Rating „Overweight“ bei. Beide Häuser verweisen auf die nun gefestigte strategische Basis des Konzerns.
Die RWE-Aktie schloss am Freitag bei 54,96 Euro — rund sechs Prozent unter dem erst kürzlich markierten 52-Wochen-Hoch von 58,52 Euro. Der Jahresgewinn von gut 17 Prozent zeigt allerdings, dass der Kurs die operative Stärke des Unternehmens längst eingepreist hat. Mit dem EuGH-Rückenwind im Gepäck rückt nun die Frage ins Zentrum, ob das Investitionsprogramm die nächste Bewertungsstufe liefern kann.
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