RWE setzt seinen Aktienrückkauf unbeirrt fort. Zwischen dem 19. und 23. Januar 2026 kaufte der Energiekonzern weitere 402.551 eigene Aktien über Xetra zurück – zu einem durchschnittlichen Preis von rund 51,30 Euro pro Stück. Das Gesamtvolumen dieser fünf Handelstage belief sich auf etwa 20,7 Millionen Euro. Damit hat RWE seit Beginn der dritten Tranche am 2. Dezember 2025 bereits knapp 3 Millionen eigene Aktien vom Markt genommen.
Der Rückkauf signalisiert Vertrauen in die eigene Strategie. Doch gleichzeitig verdichten sich die Hinweise, dass RWE von einem fundamentalen Wandel im deutschen Strommarkt profitieren könnte.
Die Energiewende nimmt Fahrt auf
Eine aktuelle KfW-Analyse bringt Erstaunliches ans Licht: Wind- und Solarenergie liefern an 96 Prozent aller Tage im Jahr Strom für Deutschland. Nur an durchschnittlich 15 Tagen bleiben beide Quellen gleichzeitig schwach – und das ausschließlich zwischen Oktober und Februar. 2025 stammten bereits 56 Prozent des deutschen Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen, wobei Wind (29 Prozent) und Sonne (16 Prozent) erstmals gemeinsam die Spitze der Stromerzeugung übernahmen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rwe?
Für RWE als einen der größten Betreiber von Wind- und Solarparks in Europa ist das mehr als nur eine Fußnote. Die Zahlen belegen: Erneuerbare Energien sind keine volatile Randerscheinung mehr, sondern bilden das Rückgrat der deutschen Stromversorgung.
Nordsee-Offensive eröffnet neue Perspektiven
Doch der Wandel geht weiter. Netzbetreiber Tennet Deutschland und der britische Partner National Grid planen mit „GriffinLink“ eine revolutionäre Stromleitung, die Deutschland und Großbritannien ab Ende der 2030er Jahre direkt verbinden soll. Die Besonderheit: Der hybride Interkonnektor bindet gleichzeitig Offshore-Windparks ein und ermöglicht es, Strom flexibel dorthin zu leiten, wo die Nachfrage am höchsten ist.
Parallel dazu bereiten Amprion und der dänische Energinet ein ähnliches Projekt vor, das zwei dänische Windparks mit den Netzen in Deutschland und Dänemark verknüpfen soll. Die Infrastruktur ermöglicht nicht nur effizienten Stromhandel, sondern auch die direkte Einspeisung von Offshore-Wind ins deutsche Netz – selbst wenn dieser in britischen oder dänischen Gewässern erzeugt wird.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rwe?
Was heißt das für RWE?
Die neuen Netzstrukturen könnten RWEs Offshore-Strategie massiv aufwerten. Der Konzern betreibt bereits mehrere große Windparks in der Nordsee und hat ehrgeizige Ausbaupläne. Mit hybriden Interkonnektoren ließe sich der erzeugte Strom künftig noch flexibler vermarkten – ein klarer Wettbewerbsvorteil in einem zunehmend integrierten europäischen Energiemarkt.
Zudem unterstreichen die KfW-Daten, dass die Sorge vor „Dunkelflauten“ überzogen sein könnte. An den wenigen kritischen Tagen standen genug Alternativen bereit – unter anderem durch Importe und flexible Gas- sowie Kohlekraftwerke, von denen RWE ebenfalls etliche betreibt.
Ob sich all das bereits im aktuellen Aktienkurs widerspiegelt? Bei rund 51 Euro scheint der Markt noch Zurückhaltung zu üben. Der Aktienrückkauf deutet aber darauf hin, dass das Management die eigene Aktie für unterbewertet hält.
Rwe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rwe-Analyse vom 27. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Rwe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rwe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rwe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

