Während RWE sein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm konsequent fortsetzt, signalisiert nun auch ein hochrangiger Insider Vertrauen in den Energiekonzern. Die jüngsten Transaktionen zeigen ein klares Bild: Sowohl das Unternehmen selbst als auch seine Führungsriege setzen auf die eigene Aktie.

Aufsichtsrat investiert 30.000 Euro

Am 1. Dezember 2025 griff Aufsichtsratsmitglied Hauke Stars bei der RWE-Aktie zu und erwarb Papiere im Wert von 30.310 Euro zu einem Kurs von 43,30 Euro. Ein deutliches Signal – schließlich kaufen Insider typischerweise dann, wenn sie von der weiteren Entwicklung überzeugt sind.

Rückkaufprogramm läuft auf Hochtouren

Parallel dazu setzt RWE das im Mai 2025 gestartete Aktienrückkaufprogramm fort. Allein in der Woche vom 24. November bis 2. Dezember 2025 erwarb der Konzern 988.146 eigene Aktien über die Börse Xetra. Die Transaktionen erfolgten zu Kursen zwischen 43,36 Euro und 44,10 Euro, das Gesamtvolumen belief sich auf rund 43,1 Millionen Euro.

Seit Beginn der zweiten Tranche am 2. Juni 2025 hat RWE damit bereits 12,9 Millionen eigene Aktien zurückgekauft. Der durchschnittliche Kaufpreis in der vergangenen Woche lag bei etwa 43,67 Euro – ein Niveau, das auch der erwähnte Aufsichtsrat für seinen persönlichen Erwerb wählte.

Institutionelle Positionierung bleibt stabil

Der Premier Miton Global Renewables Trust, ein auf erneuerbare Energien spezialisierter Investmentfonds, führt RWE mit 2,9 Prozent der Nettovermögenswerte als größte Position im Portfolio. Zum 30. November 2025 bezifferte sich das Gesamtvermögen des Fonds auf 39,7 Millionen Pfund.

Bemerkenswert: Der Fonds hält einen ungewöhnlich hohen Kassenbestand von 75,5 Prozent, was auf eine defensive Positionierung oder geplante Neuinvestitionen hindeutet. Dennoch bleibt RWE die Spitzenposition im Depot – ein Vertrauensbeweis für den deutschen Energieversorger im globalen Wettbewerb um institutionelles Kapital.

Die Kombination aus aktivem Aktienrückkauf und Insider-Käufen dürfte am Markt als positives Signal gewertet werden. Beide Maßnahmen signalisieren, dass Unternehmensverantwortliche die aktuelle Bewertung als attraktiv einstufen.