RWE hat 2025 solide abgeliefert – und Goldman Sachs belohnt das mit einem erhöhten Kursziel. Gleichzeitig setzt der Konzern mit einem ungewöhnlichen Technologieprojekt in den USA ein Zeichen für seine Ambitionen im Speichermarkt.
Jahresergebnis überzeugt auf ganzer Linie
Das Geschäftsjahr 2025 schloss RWE mit einem EBITDA von 5,1 Milliarden Euro ab. Das bereinigte Nettoergebnis lag bei 1,8 Milliarden Euro – alle Geschäftsbereiche bewegten sich dabei im mittleren bis oberen Bereich der eigenen Prognosen. Besonders auffällig: Die Photovoltaik-Leistung erreichte 7,1 Gigawatt.
Bis 2031 plant der Konzern Nettoinvestitionen von 35 Milliarden Euro, schwerpunktmäßig in Wind, Solar, Batteriespeicher und Gaskraftwerke. Goldman Sachs hält dieses Wachstumstempo sogar für konservativ angesetzt – die eigene Gewinnprognose für 2031 liegt sieben Prozent über dem offiziellen Konzernziel.
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Goldman erhöht die Messlatte
Die US-Investmentbank hat das Kursziel für die Aktie heute von 60 auf 63 Euro angehoben und das „Buy“-Rating bestätigt. Analyst Alberto Gandolfi wertet die Unternehmensplanung als solide Ausgangsbasis – mit Luft nach oben. Das bis 2030 anvisierte Gewinnwachstum sei bewusst vorsichtig kalkuliert, so die Einschätzung.
Erste Natrium-Ionen-Batterie im US-Netz
Abseits der Bilanzzahlen macht RWE auch technologisch von sich reden. Gemeinsam mit dem Batteriespezialisten Peak Energy entsteht in Wisconsin das erste Natrium-Ionen-Speichersystem im Midcontinent Independent System Operator (MISO). Die Technologie arbeitet passiv gekühlt, senkt den Hilfsstromverbrauch um 90 Prozent und soll die Lebenszykluskosten der Speicherung um 70 Dollar je Kilowattstunde drücken.
Das dürfte für RWE strategisch interessant sein: Günstigere Speicherlösungen stärken die Wirtschaftlichkeit des erneuerbaren Portfolios – und liefern Argumente für die ambitionierten Investitionspläne bis 2031.
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