RWE vollzieht in den Vereinigten Staaten eine bemerkenswerte Kurskorrektur. Wer bisher ausschließlich auf Wind, Solar und Batteriespeicher setzte, baut nun Gaskraftwerke — und das mit einem klaren Adressaten: dem explodierenden Strombedarf der KI-Industrie.
Gas statt nur Grünstrom
Mitte März kündigte das Management 15 Gaserzeugungsprojekte in Arizona, Texas und dem Mittleren Westen an. Die sogenannten Energiecampus-Anlagen kombinieren Gas, Solar und Speichertechnologie und sollen die Grundlast für neue KI-Rechenzentren sichern. Das ist ein klarer Bruch mit der bisherigen US-Strategie, die ausschließlich auf Erneuerbare setzte.
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Eingebettet ist dieser Schwenk in ein 35-Milliarden-Euro-Investitionsprogramm bis 2031. CEO Markus Krebber hat das Ziel ausgegeben, das bereinigte Ergebnis je Aktie von derzeit 2,48 Euro auf 4,40 Euro zu steigern — ein jährliches Plus von rund 12 Prozent. Die Dividende soll dabei um konstant 10 Prozent pro Jahr wachsen, für 2025 sind 1,20 Euro je Aktie vorgesehen.
Operativ steht das Unternehmen auf stabilem Fundament: Rund 80 Prozent der erwarteten Stromproduktion für 2026 sind bereits preislich gesichert, was die Anfälligkeit gegenüber Marktvolatilität begrenzt. Parallel läuft die dritte Tranche des Aktienrückkaufprogramms planmäßig — allein zwischen dem 16. und 20. März wurden knapp 361.000 Aktien zurückgekauft, seit Dezember 2025 summieren sich die Käufe auf über sechs Millionen Papiere. Das Gesamtprogramm über bis zu 1,5 Milliarden Euro soll bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein.
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Analysten bleiben positiv gestimmt
RBC hat das Kursziel zuletzt auf 62,50 Euro angehoben und die Einstufung auf „Outperform“ belassen, mit Verweis auf Chancen bei Batteriespeichern und Gaskraftwerken. Die Deutsche Bank hält an ihrem „Buy“-Rating mit Kursziel 55 Euro fest und betont die Rentabilität interner Investitionen sowie den Rückenwind durch steigende Rechenzentrum-Nachfrage.
Ein strukturelles Risiko bleibt die Währungsseite: US-Erträge in Dollar müssen zu Euro-Kursen konsolidiert werden — ein starker Euro kann die Ergebnisübersetzung merklich belasten. Konkretere Angaben zur Renditeerwartung der US-Gasprojekte dürfte die Hauptversammlung am 30. April liefern.
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