RWE: Bernstein erwartet 30% EBITDA-Sprung

Bernstein Research bewertet RWE mit 'Market-Perform' und sieht den fairen Wert unter dem aktuellen Kurs. Trotz erwarteter Gewinnsteigerung bleibt die Aktie neutral eingestuft.

Rwe Aktie
Kurz & knapp:
  • Bernstein Research bestätigt neutrales Rating
  • Kursziel von 57 Euro unter aktuellem Niveau
  • Erwarteter EBITDA-Anstieg um 30 Prozent
  • RWE plant Milliardeninvestitionen bis 2031

Bernstein Research sieht RWE neutral — und liegt damit deutlich unter dem aktuellen Kurs. Das Kursziel von 57 Euro steht einem Handelspreis von 61,10 Euro gegenüber. Eine ungewöhnliche Konstellation kurz vor der morgigen Hauptversammlung.

Analystin Deepa Venkateswaran bestätigte am 28. April das „Market-Perform“-Rating. Ihre Begründung ist dabei keineswegs pessimistisch. Für den Quartalsbericht am 13. Mai erwartet sie einen Anstieg des bereinigten EBITDA um rund 30 Prozent. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet sie mit einem Plus von etwa 38 Prozent. Das neutrale Rating trotz dieser Erwartungen legt nahe, dass der Markt diese Entwicklung bereits eingepreist hat.

Transformation zeigt Wirkung — mit einem Haken

RWE befindet sich im Umbau. Die erneuerbaren Energien trugen 2025 bereits dreimal mehr zum operativen Ergebnis bei als das Braunkohlegeschäft. Das bereinigte Nettoergebnis fiel dennoch 22 Prozent unter den Vorjahreswert — volatile Marktbedingungen hinterließen ihre Spuren.

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Die Aktie hat das weitgehend ignoriert. Seit Jahresbeginn legte das Papier rund 30 Prozent zu. Auf Zwölf-Monats-Sicht verdoppelte sich der Kurs nahezu.

35 Milliarden Euro bis 2031

Die langfristige Strategie ist klar formuliert. Bis 2031 plant RWE Investitionen von 35 Milliarden Euro. Den größten Anteil — 17 Milliarden Euro — soll der US-Markt erhalten. Für Deutschland, vor allem Gas und Batteriespeicher, sind 9 Milliarden Euro vorgesehen. Das Ziel: ein bereinigtes EBITDA von 9,2 bis 10 Milliarden Euro bis 2031.

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Ein weiterer Baustein ist die Bewerbung um den Bau von bis zu 3 Gigawatt wasserstofffähiger Gaskraftwerke in Deutschland. RWE positioniert sich damit als Anbieter gesicherter Kapazitäten in der Energiewende.

Rückenwind durch Stromnachfrage

Das strukturelle Umfeld spielt RWE in die Hände. Der Strombedarf durch Rechenzentren und KI-Infrastruktur wächst rasant. Im Januar 2026 sicherte sich der Konzern den Zuschlag für 6,9 Gigawatt Offshore-Windkapazität in Großbritannien.

Auf der morgigen Hauptversammlung dürfte der Vorstand diese Wachstumsperspektiven in den Vordergrund stellen. Zur Abstimmung steht auch die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr — vorgeschlagen sind 1,31 Euro je Aktie.

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