RWE hat sein Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro sauber abgeschlossen. Das ist mehr als nur ein technischer Haken. Der Konzern schiebt damit Kapital an die Aktionäre zurück, während Jefferies zugleich das Kursziel anhebt.
Die Analysten bestätigen ihre Kaufempfehlung und erhöhen den fairen Wert von 61 auf 63 Euro. Begründet wird das mit der Aussicht auf rund 10 Prozent jährliches Gewinnwachstum bis 2029. Nach der jüngsten Kursentwicklung sehen sie die Aktie auf dem aktuellen Niveau attraktiver bewertet.
Rückkauf beendet, Blick nach vorn
In drei Tranchen kaufte RWE rund 38 Millionen eigene Aktien zurück. Der durchschnittliche Preis lag bei 38,52 Euro je Aktie. Für den Markt ist das ein klares Signal, dass der Konzern seine Kapitalallokation aktiv steuert.
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Der Titel selbst hat zuletzt ordentlich zugelegt. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Plus von 3,25 Prozent, seit Jahresbeginn sind es 19,45 Prozent. Vom Hoch bei 62,00 Euro ist die Aktie aber noch knapp 9,74 Prozent entfernt.
Chartbild liefert zusätzliche Signale
Auch technisch bleibt RWE interessant. Am 5. Juni erzeugte die Aktie ein MACD-Long-Signal. Der Kurs schloss am Freitag bei 55,96 Euro und damit leicht über dem Vortag.
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Wichtig bleibt der Abstand zu den gleitenden Durchschnitten. Die Aktie notiert knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 57,76 Euro, liegt aber über der 200-Tage-Linie bei 49,04 Euro. Das spricht eher für einen intakten mittelfristigen Aufwärtstrend als für eine echte Trendwende nach unten.
Energiepreise bleiben der Taktgeber
Das Umfeld für Versorger bleibt beweglich. Die Solarstromerzeugung in Deutschland erreichte im Mai mit 10,9 Terawattstunden ein Allzeithoch, während der Börsenstrompreis auf 88 Euro pro Megawattstunde stieg. Beides zeigt: Der Markt bleibt preissensibel und politisch wie geopolitisch geprägt.
Für die RWE-Aktie heißt das: Fundamentale Unterstützung kommt vom beendeten Rückkauf und der positiven Analystenstimme, technisch steht der Kurs aber weiter zwischen starkem Jahresanstieg und dem Abstand zum Hoch. Wenn die Aktie die Zone um den 50-Tage-Durchschnitt zurückerobert, dürfte der Bereich um 62 Euro erneut in den Fokus rücken.
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