RWE: Offshore-Wind glänzt, Handel verliert 84 Millionen

RWE erzielt im ersten Quartal 2026 ein erwartetes EBITDA, belastet durch Verluste im Energiehandel. Offshore-Wind überzeugt.

Rwe Aktie
Kurz & knapp:
  • EBITDA erreicht erwartete 1,6 Milliarden Euro
  • Offshore-Wind profitiert von guten Bedingungen
  • Energiehandel verfehlt Analystenerwartungen deutlich
  • Jahresprognose und Dividende bestätigt

RWE präsentiert zum Auftakt des Geschäftsjahres 2026 zwei Gesichter. Während die Windräder auf See kräftig Gewinne einspielten, riss das Handelsgeschäft eine Lücke in die Bilanz. Anleger reagierten verhalten auf das Zahlenwerk des Essener Energiekonzerns.

Das bereinigte EBITDA lag im ersten Quartal bei rund 1,6 Milliarden Euro. Damit traf der Konzern die Erwartungen des Marktes punktgenau. Besonders die Sparte Offshore Wind stach positiv hervor und profitierte von guten Windverhältnissen in Europa.

Die Großprojekte Thor in Dänemark und Sofia in Großbritannien lieferten planmäßig ersten Strom ins Netz. Parallel dazu treibt RWE den Ausbau der internationalen Projektpipeline voran. Das operative Geschäft mit erneuerbaren Energien erweist sich damit als stabiler Ertragsbringer.

Weniger glanzvoll verlief das Quartal im Bereich Supply & Trading. Hier verbuchte RWE einen Fehlbetrag von 84 Millionen Euro. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem Minus von etwa 20 Millionen Euro gerechnet.

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Das Segment Flexible Generation meldete ein EBITDA von 657 Millionen Euro. Dieser Wert enthält allerdings eine Entschädigung des niederländischen Staates über 332 Millionen Euro. Ohne diese Einmalzahlung für das Kraftwerk Eemshaven wäre das Ergebnis der Sparte deutlich niedriger ausgefallen.

Trotz der Schwankungen im Handel hält der Vorstand an der Jahresprognose fest. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein bereinigter Nettogewinn von bis zu 2,05 Milliarden Euro angestrebt. Die Aktie notiert aktuell bei 58,12 Euro.

Seit Januar legte der Kurs um rund 24 Prozent zu. Jefferies sieht das Kursziel bei 61 Euro, während Barclays sogar 66 Euro für möglich hält. Am Dividendenziel von 1,32 Euro je Aktie für das laufende Jahr hält das Management unverändert fest.

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