Der Nutzfahrzeugzulieferer SAF-HOLLAND hat heute die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt – und die fallen durchwachsen aus. Der Umsatz sank um rund acht Prozent auf 1,73 Milliarden Euro, während das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) um fast 14 Prozent auf 164 Millionen Euro einbrach. Die EBIT-Marge rutschte von 10,1 auf 9,5 Prozent. Verantwortlich für die Entwicklung: Eine deutlich schwächere Nachfrage im Erstausrüstungsgeschäft, vor allem in Amerika und im asiatisch-pazifischen Raum.
Belastend wirkten zudem höhere Restrukturierungskosten und negative Währungseffekte. Ohne diese Sondereffekte hätte sich der Umsatz organisch um rund sieben Prozent verringert. Vorstandschef Alexander Geis betonte dennoch die operative Widerstandsfähigkeit des Konzerns in einem schwierigen Marktumfeld.
Ersatzteilgeschäft als Rettungsanker
Ein Lichtblick in der trüben Bilanz: Das konjunkturunabhängigere Ersatzteilgeschäft entwickelte sich robust und konnte die Verluste im Erstausrüstungsgeschäft teilweise auffangen. Der Umsatzanteil stieg auf rund 40 Prozent, was Erlösen von etwa 689 Millionen Euro entspricht. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 37,9 Prozent.
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Dagegen brach das Geschäft mit Erstausrüstern ein. Auf Trailer-Komponenten entfielen noch 834 Millionen Euro Umsatz, auf Lkw-Komponenten 211 Millionen Euro. Zusammen macht das Erstausrüstungsgeschäft nur noch 60 Prozent des Konzernumsatzes aus – nach 62,1 Prozent im Vorjahr.
Regional unterschiedliche Entwicklung
Regional zeigte sich ein gemischtes Bild. Die Region EMEA steigerte ihren Umsatzanteil auf 51 Prozent und erreichte 884 Millionen Euro – knapp über Vorjahresniveau. Die EBIT-Marge lag bei soliden 8,2 Prozent, belastet allerdings durch Währungseffekte und höhere Gemeinkosten.
Amerika hingegen musste einen Umsatzrückgang von 13 Prozent auf 649 Millionen Euro hinnehmen. Grund war die Investitionszurückhaltung wegen der US-Zollpolitik. Trotzdem erreichte die Region eine zweistellige EBIT-Marge von 10,8 Prozent – dank konsequentem Kostenmanagement und Preisanpassungen.
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Am stärksten traf es die Region Asien-Pazifik. Der Umsatz sank um 18 Prozent auf 201 Millionen Euro. Schwache Nachfrage in Indien und Südostasien sowie ein rückläufiges Geschäft mit der Bergbauindustrie belasteten. Die EBIT-Marge blieb aber mit 10,8 Prozent zweistellig.
Investitionen reduziert, Ausblick folgt
SAF-HOLLAND passte auch die Investitionstätigkeit an das niedrigere Umsatzniveau an. Die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sanken auf 52 Millionen Euro, die Investitionsquote lag bei drei Prozent. Schwerpunkte bildeten Effizienzsteigerungen, die Integration von Gunite in den USA und Vorbereitungen für den neuen Standort in Rowlett, Texas.
Die finalen Zahlen, den Ausblick für 2026 und den Dividendenvorschlag will das Unternehmen am 19. März vorlegen. CFO Frank Lorenz-Dietz zeigte sich trotz der Herausforderungen zufrieden: Mit der EBIT-Marge von 9,5 Prozent habe man die operative Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt.
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