Salesforce Aktie: Analysten trotzen dem Tief

Trotz eines deutlichen Kursverlusts und Branchenskepsis halten führende Analysten an ihren positiven Einschätzungen für Salesforce fest. Das Unternehmen punktet mit großen Regierungsaufträgen und gibt eine optimistische Umsatzprognose ab.

Salesforce Aktie
Kurz & knapp:
  • Kurs fällt auf tiefsten Stand seit Anfang 2023
  • Großaufträge von US-Regierungsbehörden gesichert
  • J.P. Morgan und Truist bestätigen Kaufempfehlung
  • Optimistische Umsatzprognose für 2027 vorgelegt

Salesforce hat eine der härtesten Wochen des Jahres hinter sich. Der Kurs fiel auf den tiefsten Stand seit Anfang 2023 — und das trotz operativer Erfolge mit Großkunden aus dem öffentlichen Sektor. Was die Aktie weiter belastet und warum Wall Street dennoch an ihrer bullischen Haltung festhält.

Warum der Kurs weiter fällt

Der jüngste Rücksetzer hat mehrere Ursachen. Einerseits belastet die allgemeine Skepsis gegenüber Software-as-a-Service-Unternehmen die Bewertungen im gesamten Sektor. Andererseits sorgte das neue KI-Modell von Anthropic für zusätzlichen Verkaufsdruck — Anleger fürchten, dass leistungsfähigere KI-Konkurrenten den Markt für Enterprise-Software neu aufteilen könnten.

Salesforce hat seit Jahresbeginn rund 35 Prozent seines Wertes eingebüßt. Der Kurs notiert damit deutlich unterhalb seines 200-Tage-Durchschnitts von 201 Euro — ein technisches Signal, das den anhaltenden Abwärtstrend unterstreicht.

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Operative Stärke, gedämpfte Marktreaktion

Dabei fehlt es nicht an konkreten Geschäftserfolgen. In den vergangenen Wochen sicherte sich Salesforce zwei bedeutende Verträge im US-Regierungssektor. Die Veterans Health Administration setzt die KI-Plattform Agentforce in mehr als 150 medizinischen Einrichtungen ein, um die Versorgung von bis zu 18 Millionen Veteranen zu verbessern. Das US-Arbeitsministerium nutzt Agentforce für seinen nationalen Bürgerservice — mit 2,8 Millionen Supportfällen und über 9,7 Millionen Interaktionen jährlich.

Diese Verträge stärken die langfristige Kundenbindung und erhöhen die Wechselkosten. Der Markt honoriert das bislang nicht.

Analysten halten die Linie

J.P. Morgan und Truist Financial bestätigten zuletzt ihre Kaufempfehlung. J.P. Morgan senkte zwar das Kursziel von 365 auf 320 US-Dollar, hält aber an der positiven Einschätzung fest. RBC Capital stuft die Aktie mit „Hold“ ein.

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Das Management selbst gibt sich für das Geschäftsjahr 2027 zuversichtlich: Die Umsatzprognose liegt bei 45,8 bis 46,2 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 10 bis 11 Prozent entspricht. Für die zweite Jahreshälfte erwartet das Unternehmen eine Beschleunigung des organischen Wachstums.

Was die kommende Woche bringt

Am 23. April zahlt Salesforce eine Quartalsdividende von 0,44 US-Dollar je Aktie — ein Anstieg von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Ex-Dividenden-Tag ist bereits verstrichen, die Zahlung ist damit gesetzt.

Entscheidender für die Kursentwicklung dürften jedoch die anstehenden Makrodaten sein: US-Inflationszahlen, die Protokolle der US-Notenbank und mögliche neue KI-Ankündigungen von Wettbewerbern werden die Stimmung im Technologiesektor in der neuen Woche maßgeblich prägen.

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