Salesforce kämpft 2026 an mehreren Fronten gleichzeitig. Der Kurs ist seit Jahresbeginn um rund 30 Prozent gefallen. Und nun rückt auch noch ein Governance-Konflikt in den Vordergrund — kurz vor der Hauptversammlung am 28. Mai.
Aktie weit unter alten Hochs
Die Aktie notiert aktuell bei 151,28 Euro — rund 42 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 261,15 Euro. Damit gehört Salesforce zu den schwächsten Werten im Dow Jones in diesem Jahr. Ende April verlor die Aktie zeitweise neun Prozent an einem einzigen Handelstag. Auslöser war kein Salesforce-spezifisches Ereignis, sondern der Quartalsbericht von ServiceNow, der eine Neubewertung der gesamten Enterprise-Software-Branche anstoß.
Die Sorge dahinter ist strukturell: Wall Street fürchtet, dass KI-Agenten das klassische Lizenzmodell von Salesforce untergraben könnten. Kein Wunder, dass der RSI mit knapp 36 deutlich im überverkauften Bereich liegt.
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Aktivisten und Governance-Reform
Auf der Hauptversammlung am 28. Mai steht Proposal 6 zur Abstimmung. Das National Legal and Policy Center schlägt darin kumulatives Stimmrecht bei Direktoren-Wahlen vor. Dieses Verfahren erlaubt Minderheitsaktionären, ihre Stimmen auf einzelne Kandidaten zu bündeln statt sie über eine ganze Kandidatenliste zu verteilen.
Der Hintergrund: Zwischen Ende 2022 und Anfang 2023 stiegen fünf Aktivistenfonds gleichzeitig ein — darunter Elliott Management und Starboard Value. Das Ergebnis waren zwei neue Aufsichtsräte und eine öffentliche Einigung. Strukturelle Reformen blieben aus. Starboard-Chef Jeff Smith hat seine Position 2026 laut eigener Aussage erneut aufgestockt.
Die Stimmung für solche Reformen wächst. Laut einer Auswertung der Harvard Law School stieg die durchschnittliche Aktionärsunterstützung für Governance-Anträge 2025 auf 51 Prozent — nach 36 Prozent im Vorjahr.
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Starke Zahlen, schwache Bewertung
Das Paradoxe: Die Fundamentaldaten sind solide. Salesforce erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 41,5 Milliarden Dollar, ein Plus von zehn Prozent. Der freie Cashflow kletterte auf 14,4 Milliarden Dollar. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt das Unternehmen 45,8 bis 46,2 Milliarden Dollar Umsatz an.
Trotzdem handelt die Aktie mit einem Forward-KGV von rund 18 — deutlich unter dem Sektordurchschnitt von etwa 23. Piper Sandler senkte das Kursziel im April auf 215 Dollar, behielt aber das „Overweight“-Rating. Die Begründung: KI-Anbieter dringen zunehmend in höhere Schichten der Unternehmenssoftware vor und konkurrieren direkt um IT-Budgets. Der Konsens von 35 Analysten bleibt dennoch bei „Buy“, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 268,87 Dollar.
Am 28. Mai treffen Quartalszahlen, Hauptversammlung und die Frage nach der KI-Monetarisierung von Agentforce zusammen. Dieser Tag dürfte zeigen, ob der Markt bereit ist, Salesforce neu zu bewerten.
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