Große Fonds drehen an der Gewichtung: Während einige Geldhäuser ihre Salesforce-Positionen massiv ausbauen, stoßen andere die Aktie ab. Die Bewegungen zeigen ein gespaltenes Bild – ausgerechnet in einer Phase, in der der Softwarekonzern neue Zahlen liefert.
Zwei Lager unter den Investoren
Die jüngsten Quartalsmeldungen offenbaren gegensätzliche Strategien. Locust Wood Capital Advisers stockte um fast 39 Prozent auf rund 338.000 Aktien auf. Parallel dazu legte Erste Asset Management um knapp 18 Prozent zu, Brandywine Global Investment und O Shaughnessy Asset Management folgten mit Zuwächsen von über 13 beziehungsweise knapp 12 Prozent.
Dagegen steht Los Angeles Capital Management. Der Fonds strich seine Beteiligung um 62 Prozent zusammen – ein drastischer Schnitt. Die institutionelle Gesamtquote bleibt mit rund 80 Prozent dennoch hoch.
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Welche Rolle spielt die Kursentwicklung?
Die Aktie notiert bei 159,20 Euro – ein Minus von 1,38 Prozent am Montag. In den vergangenen zwölf Monaten hat Salesforce über 33 Prozent verloren, seit Jahresbeginn sind es mehr als 26 Prozent. Der Kurs liegt damit 15,5 Prozent unter der 200-Tage-Linie und mehr als 33 Prozent unter dem Hoch vom Juni 2025.
Die schwache Preisdynamik steht im Kontrast zu den Fundamentaldaten. Für das erste Fiskalquartal 2027 meldete Salesforce einen Gewinn je Aktie von 3,88 Dollar bei einem Umsatz von 11,13 Milliarden Dollar – ein Plus von 13,3 Prozent zum Vorjahr. Die Analystenmehrheit stuft die Aktie dennoch mit „Moderat Kaufen“ ein, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 257,97 Dollar.
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Den Spagat zwischen Cloud-Geschäft und jüngsten KI-Initiativen scheinen die Anleger bislang nicht zu belohnen.
Dividende und Milliarden-Rückkauf
Parallel zu den Portfoliomanövern setzt Salesforce auf die Rückgabe von Kapital. Der Vorstand hat ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 25 Milliarden Dollar aufgelegt. Zudem steht die nächste Dividende an: 0,44 Dollar je Anteil, Auszahlung Anfang Juli. Der Ex-Dividenden-Tag ist der 11. Juni 2026.
Ob der Druck auf den Kurs nachlässt, wird sich an den kommenden Handelstagen zeigen – am 9. Juni schließt die Ordersammelphase für den Dividendenabschlag.
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