Salesforce setzt heute einen der größten schuldenfinanzierten Aktienrückkäufe der Unternehmensgeschichte in Gang. Für 25 Milliarden US-Dollar kauft der CRM-Konzern eigene Aktien zurück — finanziert vollständig über frisch emittierte Anleihen. Das Timing ist bemerkenswert: Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 22 Prozent verloren.
Der Deal im Überblick
Am 11. März 2026 schloss Salesforce mit mehreren Großbanken — darunter JPMorgan Chase, Bank of America, Citibank und Morgan Stanley — beschleunigte Aktienrückkaufvereinbarungen ab. Heute, am 16. März, fließen die 25 Milliarden Dollar an die Vertragspartner; rund 80 Prozent der Gesamtaktien werden sofort geliefert, der Rest bis zum vierten Quartal 2026.
Die Finanzierung erfolgt über acht Anleihetranchen mit Kupons zwischen 4,5 und 6,7 Prozent — Laufzeiten reichen von 2028 bis 2066. Ergänzend sicherte sich Salesforce einen Fünfjahreskredit über 6 Milliarden Dollar zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten. Berichten zufolge war die Nachfrage nach dem Anleihepaket verhalten, da Investoren die schuldenfinanzierte Struktur kritisch bewerteten.
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Rekordjahrgang, schwacher Ausblick
Salesforce schloss das Geschäftsjahr 2026 mit Rekordergebnissen ab: 41,5 Milliarden Dollar Umsatz, ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die KI-Plattform Agentforce erzielte einen annualisierten Umsatz von 800 Millionen Dollar — ein Wachstum von 169 Prozent — und verzeichnete 29.000 abgeschlossene Deals, 50 Prozent mehr als im Vorquartal.
Trotzdem reagierten Anleger auf die Quartalszahlen Ende Februar enttäuscht. Der Grund: Salesforces Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 von 10 bis 11 Prozent Wachstum enthält einen erheblichen Anteil aus der Informatica-Akquisition. Das organische Wachstum liegt nur noch im hohen einstelligen Bereich — zu wenig für eine Aktie, die lange mit zweistelligen Raten bewertet wurde.
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Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch
Über 75 Prozent der Analysten stufen die Aktie weiterhin positiv ein. Das Konsenskursziel impliziert ein Aufwärtspotenzial von rund 30 Prozent gegenüber dem Stand vom 9. März. Die Einschätzungen divergieren im Detail: DA Davidson senkte sein Kursziel von 235 auf 200 Dollar, während Citi es leicht von 197 auf 200 Dollar anhob.
Salesforce erhöhte zudem die Quartalsdividende auf 0,44 Dollar je Aktie — ein Anstieg von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, zahlbar am 23. April 2026.
Agentforce als entscheidender Faktor
Das zentrale Risiko bleibt die KI-Plattform Agentforce. Sie wächst zwar rasant, kompensiert bislang aber nicht vollständig den Rückgang bei traditionellen Nutzerlizenzen. Salesforce hat nach eigenen Angaben fast 20 Billionen Token verarbeitet und dabei mehr als 2,4 Milliarden sogenannte Agentic Work Units generiert. Das Unternehmen erwartet eine organische Wachstumsbeschleunigung in der zweiten Jahreshälfte 2027 — ob diese Prognose hält, wird die Aktie maßgeblich bestimmen.
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