Salesforce hat solide Quartalszahlen vorgelegt und ein massives Aktienrückkaufprogramm über 50 Milliarden Dollar angekündigt. Trotzdem sackte die Aktie im nachbörslichen Handel um bis zu 5 Prozent ab. Der Grund: Die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr enttäuschte die Erwartungen der Analysten, und die Verunsicherung über KI-Investitionen im Softwarebereich wächst.
Starke Bilanz, verhaltener Ausblick
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Salesforce einen Umsatz von 11,20 Milliarden Dollar – ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr und knapp über den Markterwartungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 3,81 Dollar deutlich über der Analystenschätzung von rund 3,05 Dollar. Auch der Nettogewinn kletterte auf 1,94 Milliarden Dollar, verglichen mit 1,71 Milliarden im Vorjahresquartal.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 verbuchte der Cloud-Anbieter Gesamterlöse von 41,5 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 10 Prozent entspricht. Der operative Cashflow erreichte 15,0 Milliarden Dollar, der freie Cashflow 14,4 Milliarden.
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Doch die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2027 blieb hinter den Erwartungen zurück. Salesforce rechnet mit Umsätzen zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden Dollar, während Analysten im Schnitt mit rund 46,1 Milliarden kalkuliert hatten. Für das erste Quartal peilt das Unternehmen Erlöse von 11,03 bis 11,08 Milliarden Dollar sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,11 bis 3,13 Dollar an.
KI-Plattform mit Wachstumsschub
Salesforce setzt zunehmend auf künstliche Intelligenz und führte mit „Agentic Work Units“ eine neue Kennzahl ein, um die Leistung seiner KI-Agenten messbar zu machen. Das Unternehmen hat bislang 2,4 Milliarden solcher Einheiten ausgeliefert und knapp 20 Billionen Tokens verarbeitet.
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Die KI-Plattform Agentforce kommt offenbar bei Kunden an: Die wiederkehrenden Jahresumsätze erreichten 800 Millionen Dollar – ein Anstieg von 169 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit dem Launch wurden über 29.000 Deals abgeschlossen. Zudem integrierte Salesforce einen neuen KI-Assistenten in seine Messaging-Anwendung Slack.
Marktsorgen überlagern solide Fundamentaldaten
Trotz nachweisbarer Fortschritte im KI-Segment bleibt die Marktstimmung getrübt. Der Softwaresektor steht unter Druck, weil Investoren befürchten, dass Unternehmen ihr Budget verstärkt in KI-Infrastruktur statt in klassische Geschäftsanwendungen stecken. Die Salesforce-Aktie hatte bereits vor der Zahlenvorlage im bisherigen Jahresverlauf 2026 über 25 Prozent an Wert verloren.
Der konservative Ausblick und die anhaltenden Zweifel an der Dynamik traditioneller Softwaregeschäfte dürften den Kurs kurzfristig weiter belasten. Am 26. Februar notiert die Aktie bei 156,30 Euro – nahe ihrem 52-Wochen-Tief von 151,16 Euro. Entscheidend wird sein, ob Salesforce in den kommenden Quartalen die hohen KI-Erwartungen mit nachhaltigen Umsatzbeiträgen untermauern kann.
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