SANDISK Aktie: Aufschwung untermauert!

Der Speicherspezialist SanDisk übertrifft Umsatzerwartungen deutlich und profitiert von einer historischen Verknappung im NAND-Markt, was zu massiven Kurszielanhebungen führt.

SANDISK Aktie
Kurz & knapp:
  • Kurszielerhöhung von Mizuho auf 710 Dollar
  • Umsatzprognose übertrifft Erwartungen um 52 Prozent
  • NAND-Vertragspreise steigen um über 90 Prozent
  • Datacenter-Geschäft wächst um 64 Prozent

Die SanDisk-Aktie steht bei 539,30 Dollar – knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 546,75 Dollar. Mizuho hat das Kursziel von 600 auf 710 Dollar angehoben. Was treibt diese beispiellose Rallye? Die Zahlen sprechen eine klare Sprache.

Der Speicherhersteller meldete für das vierte Quartal einen Umsatz von 3,03 Milliarden Dollar. Die Analystenschätzungen lagen bei nur 2,68 Milliarden Dollar. Noch beeindruckender fällt der Ausblick aus: Für das erste Quartal peilt SanDisk 4,60 Milliarden Dollar an – ein Plus von 52 Prozent zum Vorquartal. Der Konsens hatte mickrige 2,95 Milliarden Dollar erwartet.

Die Bruttomarge soll um 15 Prozentpunkte auf 66 Prozent steigen. Analysten hatten mit 49,4 Prozent gerechnet. Die Durchschnittspreise kletterten im vierten Quartal bereits um mehr als 30 Prozent.

Vertragspreise explodieren um 90 Prozent

Der NAND-Markt erlebt eine nie dagewesene Verknappung. Spot-Preise für NAND-Speicher sind seit Jahresbeginn um 20 bis 30 Prozent gestiegen. Bei den Vertragspreisen wird es dramatisch: Für das erste Quartal 2026 rechnet SanDisk mit einem Anstieg von über 90 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

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RBC Capital hat sein Kursziel von 400 auf 650 Dollar geschraubt. Die Analysten erwarten, dass die Angebotsknappheit das gesamte Jahr 2026 anhalten wird. Das Management maximiert die Margen durch geschickte Allokationen und langfristige Kundenvereinbarungen.

Morgan Stanley sieht den stärksten Zyklus in der Speicherindustrie seit 30 Jahren. Die Bank hob das Kursziel von 483 auf 690 Dollar an. Selbst die konservative Gewinnprognose von 13 Dollar je Aktie – mehr als das Doppelte der Konsensschätzung – könnte sich als zu niedrig erweisen.

Datacenter-Geschäft legt 64 Prozent zu

Das Rechenzentrumsgeschäft wuchs im zweiten Quartal um 64 Prozent. Zwei oder mehr Cloud-Anbieter haben SanDisks TLC- und QLC-BiCS8-Technologie bereits qualifiziert. Die KI-Infrastruktur treibt die Nachfrage nach Enterprise-SSDs massiv an.

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Goldman Sachs zog mit einem Kursziel von 700 Dollar nach – zuvor lag es bei 320 Dollar. Jefferies nennt ebenfalls 700 Dollar als Ziel. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten um 1.398 Prozent zugelegt. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 127 Prozent zu Buche.

Für das dritte Quartal stellt SanDisk einen Gewinn zwischen 12 und 14 Dollar je Aktie in Aussicht. Der Analystenkonsens lag bei 4,21 Dollar. RBC modelliert einen Spitzengewinn von 92 Dollar je Aktie. Bei einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa sieben erscheint die Bewertung trotz der Kursexplosion noch nicht überzogen.

Ein Wermutstropfen: Western Digital könnte im Februar 7,5 Millionen SanDisk-Aktien verkaufen. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 6. Februar.

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Über Dieter Jaworski 1353 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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