Der Speicherhersteller SanDisk steht vor entscheidenden Wochen. Während das Management für das kommende Quartal eine Verdopplung der Gewinne in Aussicht stellt, zieht sich der ehemalige Mutterkonzern Western Digital fast vollständig zurück. Ein geplantes Aktienpaket im Wert von über drei Milliarden US-Dollar wechselt den Besitzer, ohne dass SanDisk selbst frisches Kapital erhält.
KI-Boom treibt die Margen
Am 30. April wird das Unternehmen seine Bücher für das dritte Geschäftsquartal öffnen. Die Messlatte liegt hoch: Das Management rechnet mit einem Umsatz zwischen 4,40 und 4,80 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig soll sich der Gewinn pro Aktie im Vergleich zum Vorquartal verdoppeln. Basis für diesen Optimismus ist die jüngste Entwicklung. Bereits im zweiten Quartal kletterte die Bruttomarge innerhalb von drei Monaten von knapp 30 auf fast 51 Prozent. Anleger honorieren diese Aussichten. Nach einem heutigen Kurssprung von gut zehn Prozent notiert das Papier bei rund 700 US-Dollar und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Plus von über 150 Prozent.
Rechenzentren als Wachstumsmotor
Verantwortlich für das rasante Wachstum ist der massive Ausbau von KI-Infrastruktur. Betreiber von Rechenzentren sind mittlerweile die größten Abnehmer von NAND-Speicherchips. Dieser Hunger nach Speicherkapazität verändert das traditionelle Geschäftsmodell der Branche. Statt auf kurzfristige Auktionen setzen Großkunden zunehmend auf mehrjährige Lieferverträge, um sich die benötigten Mengen abzusichern. Analysten gehen davon aus, dass die anhaltende Knappheit bei Flash-Speichern die Profitabilität von SanDisk weiter stützen wird.
Der Rückzug der Ex-Mutter
Parallel zu den operativen Erfolgen ordnet sich die Aktionärsstruktur neu. Western Digital trennt sich von SanDisk-Aktien im Wert von knapp 3,1 Milliarden US-Dollar. Der Verkauf erfolgt über ein Tauschgeschäft mit Großbanken, bei dem Aktien gegen bestehende Schulden verrechnet werden. Nach Abschluss dieser Transaktion verbleiben Western Digital lediglich rund 1,7 Millionen Anteile, die ebenfalls zeitnah abgestoßen werden sollen. Damit werden die finanziellen Bande zwischen den beiden Unternehmen endgültig gekappt.
Am 30. April präsentiert das Management die finalen Zahlen für das dritte Quartal. Dann wird abgerechnet, ob die ambitionierte Prognose von bis zu 14 US-Dollar Gewinn pro Aktie tatsächlich erreicht wurde und ob der KI-getriebene Superzyklus bei Speicherchips seine Dynamik beibehält.
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