SanDisk legt heute im Sog der Erholung bei Speicher- und Chipaktien um 11% zu. Medienberichten zufolge prüfen Anleger nach dem KI-bezogenen Ausverkauf von gestern, ob die Verluste überzogen waren. Die Gegenbewegung wurde dabei als branchenweite Erholung beschrieben, nicht als Reaktion auf eine neue Unternehmensankündigung.

Neubewertung nach dem Branchenverkauf

Hinter dem gestrigen Verkaufsdruck standen Medienberichten zufolge Befürchtungen, politischer Widerstand und strengere Aufsicht könnten den Bau von Rechenzentren in den USA verlangsamen. Damit geriet auch die damit verbundene Nachfrage in den Fokus der Anleger. SanDisk gehörte zu den betroffenen Aktien mit Bezug zu KI-Rechenzentren.

Eine vorsichtigere Einschätzung zum Unternehmen hatte Fox Advisors bereits am Montag abgegeben: Das Analysehaus stufte SanDisk von „Overweight“ auf „Equal-Weight“ herab. Medienberichten zufolge begründete es den Schritt mit Zurückhaltung hinsichtlich der kurzfristigen Entwicklung des Unternehmens.

Geschäftszahlen und vertragliche Verpflichtungen

Vor gut einer Woche meldete SanDisk für das erste Geschäftsquartal 2027 einen Umsatz von 11,0 Milliarden $. Der Nettogewinn nach GAAP belief sich auf 8,1 Milliarden $.

Für das zweite Geschäftsquartal 2027 stellte das Unternehmen einen Umsatz zwischen 12,2 Milliarden $ und 12,6 Milliarden $ in Aussicht. Beim verwässerten Ergebnis je Aktie auf Nicht-GAAP-Basis lag die Prognose bei 55,00 $ bis 57,00 $, jeweils auf Basis vor dem Aktiensplit.

In einer Pflichtmitteilung vom 30. Oktober bezifferte SanDisk den zum 2. Oktober verbleibenden Leistungsverpflichtungen zugeordneten Transaktionspreis auf 88,9 Milliarden $. Davon sollten nach Unternehmensangaben rund 20 Prozent innerhalb der folgenden zwölf Monate als Umsatz erfasst werden.

Am Montag meldete außerdem Bernard Shek, Chief Legal Officer und Secretary, den Verkauf von 600 Aktien. Die Transaktion erfolgte unter einem am 4. März eingerichteten Handelsplan nach Regel 10b5-1.