Santander balanciert derzeit zwischen großzügigen Ausschüttungen und einer milliardenschweren Expansion in den USA. Während die Bank ihre Dividende für das vergangene Geschäftsjahr wie geplant auszahlt, zwingen regulatorische Hürden das Management zu einer vorübergehenden Pause bei den Aktienrückkäufen.
Dividende steigt trotz Kursrücksetzer
Aktionäre erhalten für das abgelaufene Jahr eine finale Bardividende von 12,5 Euro-Cent je Aktie. Zusammen mit der bereits im späten 2025 geleisteten Abschlagszahlung summiert sich die Vergütung auf 24 Cent. Das entspricht einer Steigerung von rund 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Aktie reagiert am Donnerstag mit einem Abschlag auf die Nachrichten und notiert bei 10,20 Euro. Das entspricht einem Minus von 2,75 Prozent gegenüber dem Vortag. Die Bank verfolgt weiterhin das Ziel, etwa die Hälfte des Gewinns an die Anteilseigner zurückzugeben.
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US-Expansion bremst Rückkaufprogramm
Parallel dazu hat Santander sein aktuelles Aktienrückkaufprogramm vorerst gestoppt. Diese technische Unterbrechung ist eng mit der Übernahme der Webster Financial Corporation in den USA verknüpft. Da die 12,2 Milliarden Dollar schwere Transaktion zu 35 Prozent in Aktien beglichen wird, untersagen US-Vorschriften eigene Aktienrückkäufe während der Abstimmungsphase.
Das Rückkaufvolumen von rund 5,03 Milliarden Euro soll voraussichtlich Ende Mai 2026 wieder aufgenommen werden. Bis dahin hat das Institut bereits einen erheblichen Teil seiner Zusage für den Zeitraum 2025 bis 2026 erfüllt. Die Verpflichtung umfasst insgesamt 10 Milliarden Euro.
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Starkes Quartalsergebnis stützt Kapitalbasis
Operativ zeigt sich die Bank in einer robusten Verfassung. Der bereinigte Gewinn kletterte im ersten Quartal 2026 um 12 Prozent auf 3,56 Milliarden Euro. Die Gesamteinnahmen stiegen derweil auf 15,14 Milliarden Euro.
Der ausgewiesene Nettogewinn erreichte sogar 5,46 Milliarden Euro, was einem Plus von 60 Prozent entspricht. In diesem Wert ist allerdings ein Sonderertrag von 1,9 Milliarden Euro aus dem Verkauf der polnischen Tochtergesellschaft enthalten. Die harte Kernkapitalquote (CET1) liegt mit 14,4 Prozent deutlich über dem eigenen Zielkorridor von 12 bis 13 Prozent.
Mit der Integration von Webster Financial rückt Santander unter die zehn größten Privat- und Geschäftskundenbanken der USA nach Vermögenswerten auf. Das Rückkaufprogramm soll laut Zeitplan in den letzten Mai-Tagen fortgesetzt werden, sobald die regulatorische Sperrfrist endet.
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