SAP kauft weiter eigene Aktien zurück. Der Softwarekonzern tut das mitten in einer der stärksten Kursrallyes des Jahres. Innerhalb von 30 Tagen hat das Papier um 31 Prozent zugelegt.

Rückkaufprogramm läuft planmäßig weiter

Zwischen dem 10. und dem 14. August 2026 hat SAP 50.000 eigene Aktien über die Handelsplattform Xetra zurückgekauft. Das Unternehmen kaufte täglich konstant 10.000 Stück. Die gewichteten Durchschnittskurse lagen zwischen 177,30 und 182,61 Euro.

Insgesamt hat SAP im laufenden Programm bereits 5.128.529 Aktien zurückerworben. Das Programm hat ein Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro und läuft bis Ende 2027. Der Vorstand hatte es im Januar 2026 angekündigt.

Die regelmäßigen Rückkäufe stützen den Kurs. Sie liefern zusätzliche Nachfrage, nachdem das erste Halbjahr für die Aktie turbulent verlief.

Erholung seit dem Sommertief

Am 23. Juli 2026 markierte die SAP-Aktie mit 127,52 Euro ein 52-Wochen-Tief. Seither hat sich der Kurs deutlich erholt und liegt inzwischen rund 43 Prozent höher. Allein in den vergangenen 30 Tagen legte das Papier um 31 Prozent zu.

Trotz des kräftigen Anstiegs liegt der Kurs weiterhin unter dem Niveau vom Jahresbeginn. Zum Rekordhoch aus dem vergangenen Herbst fehlt der Aktie noch ein gutes Stück.

Der technische Indikator RSI liegt aktuell bei 71,9 Punkten. Das signalisiert einen überkauften Zustand. Ob die Aktie die Marke oberhalb von 180 Euro halten kann, wird sich zeigen müssen.

Agentic AI und Cloud als Wachstumstreiber

Parallel zu den Kapitalmaßnahmen treibt SAP seine KI-Strategie voran. Das Unternehmen hat bereits erste KI-Agenten für die Migration von Individualcode veröffentlicht. Im dritten Quartal 2026 soll ein weiterer Agent für die sogenannte Clean-Core-Transformation folgen.

Diese Entwicklungen stützen die mittelfristigen Ziele des Konzerns. Nach der Vorlage der Quartalszahlen Ende Juli passte SAP den Ausblick für das operative Ergebnis leicht an. Grund waren Verwässerungseffekte durch die Übernahmen von Dremio und Prior Labs.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Vorstand nun ein währungsbereinigtes Betriebsergebnis zwischen 11,8 und 12,2 Milliarden Euro. Die Kombination aus Rückkäufen und Fokus auf Cloud- und KI-Lösungen scheint das Vertrauen der Anleger vorerst zurückgewonnen zu haben.

Der nächste Kapitalmarkttermin steht bereits fest. SAP veröffentlicht die Zahlen zum dritten Quartal 2026 voraussichtlich am 21. Oktober 2026.