SAP treibt sein laufendes Aktienrückkaufprogramm konsequent voran. Wie das Unternehmen in einer Pflichtmitteilung bekanntgab, erwarb SAP im Zeitraum vom 31. August bis 4. September insgesamt 576.917 eigene Aktien über die Börse XETRA. Es ist bereits die sechste Zwischenmeldung zu diesem Programm im laufenden Jahr.

In der vorangegangenen Woche, vom 24. bis 28. August, hatte der Softwarekonzern noch 676.583 Aktien zurückgekauft. Der Rückgang der Kaufmenge deutet auf eine feinere Steuerung des Programms hin, ändert aber nichts an der grundsätzlichen Stoßrichtung: SAP setzt weiter auf die Reduzierung der im Umlauf befindlichen Aktien als Instrument der Kapitalrückführung an die Anteilseigner.

Neue Kooperationen im Softwaregeschäft

Parallel zum Rückkaufprogramm meldete SAP zwei neue Partnerschaften. Die Trifork AG und SAP erweitern ihre Zusammenarbeit im Bereich Customer Experience um eine neue Reseller-Vereinbarung. Damit erhält Trifork die Möglichkeit, SAP-Lösungen für Kundenerlebnis-Management breiter zu vertreiben.

Zudem kündigten SAP, das Unternehmen N4XT und RE/DONE eine Kooperation für ein Retail-Innovation-Lab an, das im Rahmen der New York Fashion Week vorgestellt werden soll. Beide Vereinbarungen zeigen, wie SAP sein Partnernetzwerk in verschiedenen Branchensegmenten weiter ausbaut, ohne dass es sich dabei um Großaufträge mit unmittelbarer Umsatzrelevanz handelt.

Kursverlauf bleibt unter Druck

An der Börse hat sich die Aktie zuletzt stabilisiert, notierte am Freitag bei 178,50 Euro und legte auf Tagessicht um 0,8 Prozent zu. Auf Sicht von sieben Tagen steht allerdings ein Minus von 2,2 Prozent zu Buche, und seit Jahresbeginn liegt das Papier mit 15 Prozent im Minus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 242,00 Euro, erreicht am 23. Oktober vergangenen Jahres, trennen die Aktie inzwischen 26 Prozent.

Die anhaltende Schwäche seit Jahresbeginn steht im Kontrast zu den operativen Fortschritten, die SAP mit neuen Partnerschaften und dem fortlaufenden Rückkaufprogramm signalisiert. Für Anleger bleibt die Frage entscheidend, ob sich die fundamentale Story des Unternehmens irgendwann wieder in der Kursentwicklung niederschlägt.

Vor gut einer Woche hatte SAP zudem auf der Goldman Sachs Communacopia + Technology Conference 2026 Präsenz gezeigt, ohne dass dabei neue strategische Beschlüsse verkündet wurden. Die Teilnahme diente in erster Linie der Investorenkommunikation.

Insgesamt zeigt sich SAP derzeit auf mehreren Ebenen aktiv: Der Konzern kauft eigene Aktien zurück, erweitert sein Partnernetzwerk im Software- und Retail-Bereich und sucht den Austausch mit institutionellen Investoren. Die Kursentwicklung der vergangenen Monate spiegelt diese operative Kontinuität bislang jedoch nur bedingt wider.