Übernahmen, Milliarden-Investitionen und ein Ex-Dividende-Tag: SAP hat innerhalb weniger Tage mehr Nachrichten produziert als manches Unternehmen in einem Quartal. Der rote Faden dahinter ist klar — der Konzern baut seine KI-Strategie mit Nachdruck aus.
KI-Forschung und Dateninfrastruktur
Den Anfang macht Prior Labs. SAP hat den deutschen KI-Spezialisten übernommen, der sich auf sogenannte Tabellarische Foundation Models spezialisiert hat — also KI-Modelle für strukturierte Geschäftsdaten. Über vier Jahre will SAP mehr als 1 Milliarde Euro investieren, um Prior Labs zu einem führenden KI-Forschungslabor auszubauen. Das Team soll als eigenständige Einheit weiterarbeiten.
Parallel dazu ist die Übernahme der US-Datenplattform Dremio geplant. Mit ihr soll die SAP Business Data Cloud zu einem Apache-Iceberg-nativen Enterprise-Lakehouse werden — ein Schritt, der Kunden ermöglicht, SAP- und Nicht-SAP-Daten für Echtzeit-Analysen und KI-Anwendungen zu vereinheitlichen. Datenfragmentierung gilt in vielen Unternehmen als eines der größten Hindernisse für KI-Projekte.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?
Beim API-Zugriff für externe KI-Agenten fährt SAP einen kontrollierten Kurs: Zugelassen sind nur sogenannte „SAP-endorsed architectures“, darunter Nvidias NemoClaw-Architektur. Das sichert dem Konzern die Kontrolle über Governance und Monetarisierung.
Gesundheitswesen und Hauptversammlung
Im Gesundheitssektor investieren SAP und Fresenius gemeinsam in Avelios Medical, einen Entwickler KI-gestützter Krankenhausinformationssysteme. Das mittelfristig geplante Investitionsvolumen liegt im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Ziel ist ein offenes digitales Gesundheitsökosystem für Deutschland und Europa.
Auf der Hauptversammlung am 5. Mai stimmten die Aktionäre einer Dividende von 2,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 zu — rund 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gesamtausschüttung liegt bei rund 2,74 Milliarden Euro. Heute, am 6. Mai, notiert die Aktie ex Dividende; die Auszahlung erfolgt am 8. Mai.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?
Außerdem wählten die Aktionäre René Obermann mit über 99 Prozent Zustimmung in den Aufsichtsrat. Der frühere Telekom-Chef soll 2027 den Vorsitz von Pekka Ala-Pietilä übernehmen.
Kurs unter Druck
Die SAP-Aktie notiert heute bei 147,60 Euro, ein Minus von rund 1,6 Prozent — wobei der Dividendenabschlag einen Teil dieser Bewegung erklärt. Seit Jahresbeginn hat der Titel knapp 27 Prozent verloren und liegt damit deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von rund 199 Euro.
CEO Christian Klein betonte auf der Hauptversammlung, die Transformation in die KI-Ära werde Zeit und Geduld erfordern. Angesichts der jüngsten Investitionswelle dürfte der Markt genau beobachten, wie schnell sich diese Geduld in Wachstum übersetzt — die nächsten Quartalszahlen werden erste Antworten liefern.
SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 6. Mai liefert die Antwort:
Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

