SAP hat mit den Zahlen zum zweiten Quartal 2026 die Erwartungen der Anleger übertroffen. Der Cloud-Auftragsbestand kletterte auf 22,9 Milliarden Euro, ein währungsbereinigtes Plus von 26 Prozent. Der Cloud-Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 24 Prozent auf 6,28 Milliarden Euro. Die Aktie reagierte auf die am 23. Juli veröffentlichten Zahlen deutlich fester und hat den Schwung seither mitgenommen.
Cloud-Backlog als zentraler Werttreiber
Der Auftragsbestand im Cloud-Geschäft gilt als wichtigster Frühindikator für künftige Umsätze, weil er zeigt, welche Aufträge bereits vertraglich gesichert sind, aber noch nicht vollständig abgerechnet wurden.
Mit einem währungsbereinigten Zuwachs von 26 Prozent signalisiert SAP, dass die Nachfrage nach Cloud-Lösungen ungebrochen hoch bleibt. Reuters ordnete den Konzern deshalb Anfang August als einen der europäischen Technologiewerte ein, die vom aktuellen KI-Umfeld besonders profitieren.
Die Kombination aus wachsendem Backlog und zweistelligem Cloud-Umsatzwachstum hat das Vertrauen der Anleger in die Wachstumsstrategie des Konzerns gestärkt. Anders als reine Kurszahlen zeigt der Auftragsbestand, dass der Umbau vom klassischen Lizenzgeschäft hin zu wiederkehrenden Cloud-Erlösen weiter voranschreitet.
Kurs deutlich über wichtiger Marke
Die SAP-Aktie notiert aktuell bei 179,04 Euro und hat sich damit binnen 30 Tagen um 29 Prozent verteuert – ein deutliches Signal dafür, wie stark die Quartalszahlen und das zuletzt aufgehellte Nachrichtenumfeld die Stimmung gedreht haben.
Zum 200-Tage-Durchschnitt von 171,44 Euro besteht weiterhin ein Abstand von 4,4 Prozent nach oben, was die kurzfristige Erholung untermauert. Seit Jahresbeginn liegt das Papier dennoch noch mit 15 Prozent im Minus, ein Hinweis darauf, dass der Kursverlust der vergangenen Monate noch nicht vollständig aufgeholt ist.
Analysten uneins über Bewertung
Die Einschätzungen der Analysten fielen zuletzt unterschiedlich aus. Jefferies bestätigte am 28. Juli die Einstufung „Buy“ mit einem Kursziel von 210 Euro und sieht damit weiteres Potenzial nach oben. JPMorgan hingegen belegte SAP zum 27. Juli mit einem niedrigeren Kursziel von 175 Euro, was nahe am aktuellen Kursniveau liegt und auf eine vorsichtigere Haltung hindeutet.
Für Anleger bleibt der Blick nach vorn entscheidend: Der nächste Termin im Kalender ist die Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal 2026 am 21. Oktober. Bis dahin dürfte sich zeigen, ob sich das starke Cloud-Wachstum aus dem zweiten Quartal fortsetzt und ob SAP die optimistischeren Kursziele wie das von Jefferies rechtfertigen kann.
SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 17. August liefert die Antwort:
Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

